Europe@School/SimEP, KV Münster

Europaparlament in Münster

Am Montag den 5. Mai 2014 schlüpften rund 50 SchülerInnen aus Münster während der Simulation des Europäischen Parlaments (kurz SimEP) in die Rolle eines Europaabgeordneten und debattierten wie erfahrene PolitikerInnen.

Die Veranstaltung fand in der Stadthalle Hiltrup statt, ein zuerst unscheinbar wirkendes Gebäude. Doch die vielen HelferInnen der JEF Münster hatten sich im Vorfeld viel Mühe gegeben und dem großen Saal mit Europaflaggen, Fähnchen und dem parlamentarischen Aufbau ein würdiges Aussehen verliehen.

Am frühen Morgen begann die erste Sitzung im Plenarsaal. Malte Steuber, Vorsitzender der JEF Münster, eröffnete die Veranstaltung, begrüßte die SchülerInnen und zeigte sich erfreut über die motivierten Gesichter an einem Montagmorgen. Neben den einleitenden Worten nahm er die Chance wahr, die JEF Münster näher vorzustellen und zu erläutern, warum die JEF eine solche SimEP veranstalten: damit gerade SchülerInnen die europäische Politik besser verstehen. Weitere Grußworte kamen von der Stadt Münster, vertreten durch Herrn Bürgermeister Holger Wigger, Frau Dr. Stefanie Hanke von der Friedrich-Ebert-Stiftung, welche extra aus Bonn angereist war, sowie Herrn Werner Jostmeier MdL, der für die Europa-Union Grüße überbrachte.

Schließlich wurden die Teilnehmenden von Pia Schulte (JEF Münster) aus der ersten Plenarsitzung in ihre Fraktionssitzungen entlassen, nachdem sie ihnen mittels eines eigens gedrehten Videos Aufbau und Abläufe des Europäischen Parlaments und der SimEP erklärt hatte. Die Zuteilung in die Fraktionen wurde schon im Vorfeld übernommen und dem Zufall überlassen: So sahen sich manche SchülerInnen der Herausforderung gegenüber, eine politische Position zu vertreten, die nicht mit ihrer persönlichen übereinstimmte. Zuerst etwas verunsichert, wuchsen die durchweg sehr motivierten SchülerInnen schnell in ihre Rolle. Sie debattierten den Standpunkt ihrer Fraktion zur europäischen Asylpolitik und dem Datenschutz, zu dem die „Kommission“ einen Gesetzesentwurf vorgelegt hatte. Das Ergebnis der Fraktionsarbeit waren am Ende knapp 40 Änderungsanträge, unzählige fachlich hervorragende Redebeiträge und SchülerInnen, die ihren „Kollegen“ auch mal mit gewieften Anträgen zur Geschäftsordnung während der Plenarsitzung konterten.

Die 15 Teamer, die die SchülerInnen den Tag lang betreuten und immer mit Rat und Tat zur Seite standen, sowie Malte und Pia zeigten sich am Ende der SimEP glücklich und zufrieden. Die Organisation des Planspiels beanspruchte eine lange Vorlaufzeit. Seit Anfang diesen Jahres trafen sich immer wieder Aktive der JEF Münster, um die richtigen Räumlichkeiten zu finden, ein Catering auf die Beine zu stellen, thematische Inhalte zu überdenken und vorzubereiten. Ohne die vielen HelferInnen, den Veranstaltungsservice Hüls und die Stadt Münster, die mit Herrn Oberbürgermeister Lewe auch die Schirmherrschaft übernommen hatte, eine nicht zu schaffende Herausforderung für einen Verband, der neben der Simulation noch Seminare, Straßenaktionen und Diskussionsabende im Vorfeld der Europawahl organisiert.

Das Projekt der Simulation des Europäischen Parlaments (kurz SimEP) wird seit mehreren Jahren von den Jungen Europäischen Föderalisten NRW ausgetragen. Dieses Mal war es jedoch das erste Mal, dass ein Kreisverband die SimEP in Eigenregie veranstaltete. Für 2015 ist die SimEP MÜNSTER wieder geplant, dann in einem größeren Rahmen und im Rathaus der Stadt Münster.

Auch die Westfälischen Nachrichten haben in einem Bericht über die SimEP berichtet.