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Der Bundeskongress 2020: Lasst Europa nicht im Regen stehen

Der Bundeskongress 2020 wird der JEF NRW noch lange Zeit in Erinnerung bleiben als der Bundeskongress, bei dem alles ein bisschen anders war. Weniger Delegierte, ein strenges Hygienekonzept, weniger Party, aber umso mehr JEF-Spirit und Zusammenhalt.

Der BuKo wurde eingeleitet von einem Empfang und einer kleinen Diskussionsrunde zwischen eingeladenen Mitglieder*innen der Jungparteien von CDU, FDP und Grünen. Diese Runde anlässlich der deutschen Beteiligung an der EU-Ratspräsidentschaft stand unter der Überschrift: „Trio Talks – Welche Verantwortung tragen Deutschland, Portugal und Slowenien?“ Wichtige Themen, wie die wirtschaftliche Entwicklung, politische Ausrichtung, Klimawandel und soziale Verantwortung der Europäischen Union wurden diskutiert. Nach der Diskussion haben sich Buko-Neulinge und alte Hasen an ihren Tischgruppen kennen gelernt.

Am Samstag startete der BuKo richtig durch: es standen wichtige Entscheidungen an und ein neuer Bundesvorstand musste gewählt werden. Unser ehemaliger Bundesvorsitzender Malte Steuber ging in den „JEF-Ruhestand“ und Clara Föller wurde zur neuen Vorsitzenden gewählt. Wir danken Malte und dem gesamten ehemaligen Bundesvorstand für die Jahre der Zusammenarbeit und freuen uns auf die Projekte und Ideen, an denen wir mit Clara und ihrem Team arbeiten können. Für die JEF NRW waren Nora Varga, Joris Duffner, Wai Long Van, Ludger Wortmann, Georg Meinhardt und Pia Wirtz als Delegierte vor Ort.

Neuer Vorstand, neue Aufgaben

Clara und die neue Bundessekretärin Emmeline Charenton haben in ihren Antrittsreden betont, dass die JEF sich als diverser Jugendverband entwickelt muss und als bildungspolitischer Akteur präsenter sein sollte. Die JEF NRW begrüßt die Pläne des neuen Bundesvorstandes den Verband stärker in das Bewusstsein der Menschen zu rücken und unsere politische Stimme zu stärken. Auch die Ideen der fünf stellvertretenden Vorsitzenden und die der neuen Besitzer*innen haben die Delegationen überzeugt, die mit großen Mehrheiten gewählt wurden. Leider konnte auf dem 67. Bundeskongress der JEF kein Schatzmeister gewählt werden. Die JEF NRW hofft, dass sich dieses Problem in den nächsten Wochen und Monaten im Sinne des Verbandes lösen kann.

Als Novum konnten übrigens auch online JEFer aus Risikogebieten oder Gäste im Stream den BuKo verfolgen. Auch wenn die Technik vielleicht nicht immer auf unserer Seite stand, war es schön aus ganz Deutschland mit JEFern verbunden zu sein. Auch die Grußworte ehemaliger Vorsitzender, der EUD und vieler weiterer ließen uns (natürlich nur sinnbildlich) alle enger zusammenrücken. Nach einem Tag voller Wahlen gab es noch Zeit für inhaltliche Debatten. In Kleingruppen tauschten sich die Teilnehmer über verschiedenen Themengebiete aus. Im inoffiziellen Rahmen und mit Abstand ließen die JEFer den Tag ausklingen.

Einstimmigkeit bei Klimapolitik

Am Sonntag ging es endlich in die heiß ersehnte Antragsdebatte. Bei diesem BuKo wurden historisch viele Anträge eingereicht. Allein die JEF NRW hat sechs Anträge formuliert. Besonders froh sind wir über die einstimmige Annahme des Antrages zur Klimapolitik. Der Antrag ist in seinem basisdemokratischen Entstehen im Rahmen eines World Cafés und der Finalisierung in enger Zusammenarbeit mit anderen Landesverbänden ein echtes Beispiel für die Zusammenarbeit innerhalb der JEF. Auch der Leitantrag des BuVo und der Corona-Antrag konnten verabschiedet werden. Die restlichen Anträge wurden aus Zeitgründen in den BA verwiesen, der im November unter seinen neuen Leitern Tobias von Gostomski und Daniel Schäfer tagen wird.

Am Ende des 67. Bundeskongress stehen große Pläne für eine europäische Zukunft und der feste Wille des Verbandes sich auch in politisch stürmischen Zeiten zu entwickeln und seine Überzeugungen zu teilen. Auch wenn dieser BuKo in vielerlei Hinsicht anders war, spricht die JEF NRW wahrscheinlich für alle Delegierten, wenn sie sagt, dass es unglaublichen Spaß gemacht hat wieder gemeinsam und in Persona für Europa zu kämpfen. Der Bundeskongress 2020 fand in Münster statt. Der Gastgeberverband Münster hat durch die Ausrichtung dieses Kongresses unter Corona Umständen unglaubliches geleistet. Trotz Abstand und Masken hat der KV es geschafft ein Event mit wahrem JEF-Spirit auszurichten. Der Landesverband bedankt sich bei allen Münsteraner*innen, die diesen ganz besonderen Bundeskongress der Jungen Europäischen Föderalisten ermöglicht haben.