Autor: JEF Münster

JEF Münster est Charlie

Gerade einmal einen Monat sind die Terroranschläge von Paris her. Aus den Medien ist diese Tragödie jedoch längst verschwunden. Mit einer Mahnwache hat die JEF Münster der Opfer gedacht. „Ich dachte, das war schon vor Monaten.“ Viele Menschen waren überrascht, als sie hörten, dass die Anschläge erst vor einem Monat geschehen sind. Viel länger kam den meisten die Zeit vor, denn die Diskussion über Ursachen und Folgen ist bereits abgeebbt. Um der Opfer zu gedenken und ein Zeichen für Meinungsfreiheit zu setzen, traf sich die JEF Münster am 7. Februar zu einer Mahnwache in der Münsteraner Innenstadt. Diskussionsbereitschaft trotz Shoppinglaune Mit selbst gebastelten Europalichtern gingen wir auf die Menschen in der Ludgeristraße zu und kamen mit einigen ins Gespräch. Es war spannend, die verschiedenen Ansichten von Jungen und Alten, von Franzosen und Niederländern, von Muslimen und Christen zu hören. Daraus entstanden interessante, teilweise auch sehr kontroverse Diskussionen. Die meisten unserer Gesprächspartner nahmen im Anschluss ein Europalicht mit nach Hause, um auch dort die Erinnerung an die Opfer wachzuhalten.

In Münster ist kein Platz für Rassismus

Die JEF Münster versammelt sich mit 10.000 Münsteraner*innen, um ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz zu setzen. Seit einigen Wochen demonstrieren in Dresden tausende Menschen gegen eine angebliche Islamisierung des Abendlands. Auch in Münster hat sich ein Ableger dieser Bewegung gegründet: MÜNGIDA. Eine Gegeninitiative ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Ein Münsteraner Theologiestudent rief die Facebook-Seite „Münster gegen Pegida/MüGIDA“ ins Leben, der sich bis heute über 15.000 Mitglieder angeschlossen haben. Um ein Signal an die islamfeindliche Bewegung zu senden, riefen die Initiatoren der Gegenbewegung dazu auf, für Solidarität mit Flüchtlingen und Toleranz auf die Straße zu gehen. Breite Zustimmung in der Bevölkerung 10.000 Menschen folgten laut Polizeiangaben diesem Aufruf, junge und alte, darunter auch Mitglieder der JEF Münster. Wir zogen vom Prinzipalmarkt zum Domplatz – viele auch mit Kerzen. Dort sprachen zahlreiche Vertreter*innen der im Stadtrat vertretenen Parteien sowie der Glaubensgemeinschaften, unter anderem Ruprecht Polenz, ehemaliger Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, und Christoph Strässer, Menschenrechtsbeauftragter der Bundesregierung. JEF Münster steht für Offenheit Jede*r beleuchtete die aktuellen Entwicklungen aus einer eigenen Perspektive. Doch in …

Ein neuer Vorstand für die JEF Münster

Am 2. Dezember 2014 trafen sich die Jungen Europäischen Föderalisten Münster zu ihrer jährlichen Mitgliederversammlung, um auf die Arbeit des vergangenen Jahres zurückzublicken und einen neuen Vorstand zu wählen. Dr. Marko Heyse, Vorsitzender der Europa-Union Münster, freute sich in seinem Grußwort über die verstärkte Zusammenarbeit mit der JEF und den engagierten Nachwuchs. Dem schloss sich David Schrock, Landesvorsitzender der JEF NRW und Bundesvorsitzender der JEF Deutschland, an. Seit er vor drei Jahren mit einigen Mitstreitern den Münsteraner Kreisverband wieder ins Leben gerufen hat, habe sich eine ungeheure Dynamik entwickelt, die zeige, dass Europa eine Herzensangelegenheit vieler junger Menschen sei. Er stellte zudem Möglichkeiten vor, sich auch auf Landes- und Bundesebene für die europäische Idee einzusetzen. Im Anschluss blickte der scheidende Vorsitzende Malte Steuber auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Im Vorfeld der Europawahl veranstalteten wir Podiumsdiskussionen mit den Kandidat*innen sowie zur Bürgerbeteiligung in der EU. Mit Straßenaktionen motivierten wir Menschen, ihre Stimme nicht zu verschenken und proeuropäisch zu wählen. Im Rahmen eines Vortrags über die politische Situation in Ungarn setzten wir uns kritisch mit rechtspopulistischen Tendenzen …

Mitgliederversammlung der JEF Münster: neuer Vorstand

Am 19.11.2013 um 20 Uhr versammelten sich die Mitglieder der Jungen Europäischen Föderalisten Münster im Fürstenberghaus, um die alljährlichen Vorstandswahlen abzuhalten. Neben fünf Beisitzer*innen, drei Stellvertreter*innen und einem Schatzmeister wurde dieses Jahr auch ein neuer Vorsitzender gewählt, denn unser bisheriger langjähriger Vorsitzende und Gründungsmitglied David Schrock trat nicht erneut an, um sich verstärkt seinem Amt als Vorsitzender der JEF NRW zu widmen. Auch an dieser Stelle sei David erneut für seinen unglaublichen, zeitintensiven und einfach herzlichen Einsatz in den letzten Jahren gedankt. Die JEF Münster verdankt ihm einen großen Teil ihrer Dynamik und ihrer Möglichkeiten. Die JEF Münster blicken auf ein aufregendes Jahr zurück. Mit aktuell 63 Mitgliedern sind sie nicht nur enorm gewachsen, sondern haben auch einige nennenswerte Projekte erfolgreich durchgeführt. Besonders im Gedächtnis blieben die zweimalige Beteiligung bei der Simulation des Europäischen Parlamentes mit Europaschulen, durchgeführt unter dem Dach der JEF NRW. Eine erste erfolgreiche Diskussionsveranstaltung stellte die Einladung von Herrn Markus Pieper, MdEP, dar. Daneben wurden Seminare und verschiedene Diskussionsabende organisiert, zuletzt mit den Münsteraner Direktkandidat*innen für die Bundestagswahl. Besonders stolz blicken …

Münsteraner auf Ventone

In der ersten Septemberwoche diskutierten auf der Insel Ventotene in Italien junge JEFer*innen und junge Menschen aus anderen Ländern über Föderalismus in der EU und auf der globalen Ebene. Mit dabei waren auch JEF-Mitglieder aus Münster. Die ca. 40 Teilnehmer waren aus Kanada, USA, Israel, Afghanistan, Argentinien, Pakistan und Europa angereist und jeder konnte von seinen kulturellen Erfahrungen in Bezug auf Föderalismus in seinem Land berichten. Daraus ergab sich ein buntes Bild an Meinungen, Geschichten sowie sehr spannende Gespräche. Sei es zum Thema United Nations Parliamentary Assembly oder ein  Europa der Regionen, die Teilnehmer führten mit den Referent*innen intensive Diskussionen. Aber auch abseits der Seminarsitzungen war es eine wertvolle Erfahrung, mit Menschen aus den verschiedenen Weltregionen zusammen zu kommen und sich am Strand oder abends in einer Bar auszutauschen und Freundschaften zu schließen.

Malte von JEF Münster bei Diskussionsrunde im Radio

Malte Steuber, Vorsitzender der JEF Münster, nahm am Montag nach der Europawahl an einer Diskussionsrunde im Radio teil, in der die Wahlergebnisse analysiert und über Folgen debattiert wurden. In der einstündigen Sendung „Das Große Ganze“ zur Europawahl hatte das Münsteraner Radio Q neben Malte den ehemaligen Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses im Deutschen Bundestag Ruprecht Polenz (CDU) sowie den Vorsitzenden der Jusos Münster Matthias Glomb und die Studentin Carolin Dylla eingeladen. Neben einer Analyse der Wahlergebnisse und einem Meinungsaustausch über die Folgen der Wahl ging es besonders um den Erfolg der rechtspopulistischen Parteien und um Themen wie das Alters-Problem in der europäischen Politik, die Jugendarbeitslosigkeit, die Krise in der Ukraine und ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA. Hier könnt Ihr die Sendung nachhören.

We the People

Am Dienstag luden die JEF Münster, in Kooperation mit dem Förderverein Politikwissenschaft, zu einer Podiumsdiskussion über Bürgerbeteiligung und direkte Demokratie auf europäischer Ebene. Etwa 100 Interessierte waren gekommen, um vor der Europawahl Möglichkeiten verstärkter Einbindung der europäischen Bürgerinnen und Bürger zu diskutieren. Nach einer kurzen Einführung zu den verschiedenen Legitimationsarten der EU durch Moderator Dr. Freise vom Institut für Politikwissenschaft Münster, entfaltete sich ausgehend von einem provokativen Wahlplakat der AfD eine rege Diskussion über das Demokratieverständnis der EU. Jörg Rostek vom Verein Mehr Demokratie e.V. merkte an, dass eine lebendige Demokratiekultur Voraussetzung für Partizipation ist, dass diese Partizipation aber auch durch mehr institutionalisierte direkte Beteiligungsverfahren möglich gemacht werden muss. Dr. Cwik, ehemaliger Beamter der Europäischen Kommission, wies darauf hin, dass es doch bereits heute für den Bürger viele Möglichkeiten gebe, sich zu beteiligen, beispielsweise durch die Europäische Bürgerinitiative oder Online-Konsultationsverfahren für Grün- und Weißbücher der Kommission. Für Dr. Cwik stehen direkt demokratische Verfahren wie Referenden in Konkurrenz zur repräsentativen Demokratie, für Herrn Rostek stellen sie eine wichtige Ergänzung dar. Mitglied der JEF sehr präsent auf …

Europaparlament in Münster

Am Montag den 5. Mai 2014 schlüpften rund 50 SchülerInnen aus Münster während der Simulation des Europäischen Parlaments (kurz SimEP) in die Rolle eines Europaabgeordneten und debattierten wie erfahrene PolitikerInnen. Die Veranstaltung fand in der Stadthalle Hiltrup statt, ein zuerst unscheinbar wirkendes Gebäude. Doch die vielen HelferInnen der JEF Münster hatten sich im Vorfeld viel Mühe gegeben und dem großen Saal mit Europaflaggen, Fähnchen und dem parlamentarischen Aufbau ein würdiges Aussehen verliehen. Am frühen Morgen begann die erste Sitzung im Plenarsaal. Malte Steuber, Vorsitzender der JEF Münster, eröffnete die Veranstaltung, begrüßte die SchülerInnen und zeigte sich erfreut über die motivierten Gesichter an einem Montagmorgen. Neben den einleitenden Worten nahm er die Chance wahr, die JEF Münster näher vorzustellen und zu erläutern, warum die JEF eine solche SimEP veranstalten: damit gerade SchülerInnen die europäische Politik besser verstehen. Weitere Grußworte kamen von der Stadt Münster, vertreten durch Herrn Bürgermeister Holger Wigger, Frau Dr. Stefanie Hanke von der Friedrich-Ebert-Stiftung, welche extra aus Bonn angereist war, sowie Herrn Werner Jostmeier MdL, der für die Europa-Union Grüße überbrachte. Schließlich wurden …

Abgeordnete für einen Tag

Am 08. Mai 2013 haben die Jungen Europäer – JEF NRW für Schüler und Schülerinnen aus dem Raum Münster in Kooperation mit der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen und der Stadt Münster veranstaltet. Bereits am frühen Morgen trafen die Schülerinnen und Schüler ein, um im Plenum vom Münsteraner Oberbürgermeister Markus Lewe (CDU), dem Landtagsabgeordneten Markus Töns (SPD) sowie von dem Vorsitzenden der JEF NRW, David Schrock, begrüßt zu werden. Nach kurzer Eingewöhnungsphase schlüpften die Schüler und Schülerinnen direkt in ihre Rollen als Abgeordnete des Europäischen Parlaments – die erste Fraktionssitzung stand bevor. Aufgeteilt in sechs Fraktionen, diskutierten die „Abgeordneten für einen Tag“ über drei große europäische Themenfelder: Außen- und Sicherheitspolitik, Jugendarbeitslosigkeit und ein Freihandelsabkommen mit den USA. Es galt, sich in kürzester Zeit zu organisieren, Fraktionssprecher und -sprecherinnen zu wählen, Inhalte zu beschließen, Reden vorzubereiten und natürlich auch Koalitionen mit anderen Fraktionen einzugehen. Unterbrochen wurden die Sitzungen durch ein gemeinsames Mittagessen, bevor es am Nachmittag ins Plenum ging. Die Aufgabe war es, Beschlüsse für drei Problembereiche aus den vorgegebenen Themenblöcken zu finden. Jede Fraktion hatte zu jedem Thema …

Bericht „Quo vadis, Europa?“ – Seminar der JEF Münster am 03./04.12.2011

Was passiert mit dem krisengeplagten Europa, wie könnte die Zukunft aussehen? Zugegeben, keine leichte Frage, mit der sich die JEF Münster im Rahmen ihres ersten Seminars beschäftigten. Trotzdem wurden durch die aktiven Teilnehmer und interessanten Redner viele Ideen gewonnen, Visionen geschaffen und Hintergründe analysiert. Getroffen haben wir uns in der Villa ten Hompel im Münsteraner Norden. Geschichtsträchtiger könnte ein Ort kaum sein: Dieses wurde durch eine sehr interessante Führung durch die Villa, die in der Zeit des Nationalsozialismus Sitz der Ordnungspolizei war, deutlich. Heute dient dieser Ort der Erinnerung und Wiedergutmachung. Die Schrecken der nationalsozialistischen Vergangenheit werden (auch kinder- und jugendgerecht) aufgearbeitet. Demokratieförderung ist das Ziel des Geschichtsorts, wie uns David Schrock erklärte, der uns durch die Ausstellung führte. Es könnte keinen besseren Einstieg in ein Europa-Seminar geben als einen solchen Rückblick auf unsere Geschichte; so wurde abermals deutlich, wie wichtig die Europäische Integration für den Frieden und die Völkerverständigung ist. Die Geschichte der europäischen Integration wurde im Anschluss von Florian Lindemann, Promovend an der Uni Münster und Experte auf diesem Gebiet, im Rahmen einer …