Alle Artikel in: Europa im Fokus

Europa im Fokus

Litauen: Drei B’s für Europa

Das Land im Nordosten Europas lässt sich mit der Formel L=3xB beschreiben. Denn Litauen steht für den größten baltischen Staat, ist eine Biernation und ganz dem Basketball verfallen. Mitteleuropäer würden vielleicht auch zu dem Urteil kommen, dass das Land mit dem Ritter im Wappen eine bewegte Geschichte hat, von einer bodenständigen Kultur geprägt ist, aber auch bitterkalt sein kann. Bibber, bibber, brrr… Beim Länderabend am 21. Februar in den Räumlichkeiten des Europe Direct Büros in der VHS Essen, nahm uns der studierte Staatswissenschaftlicher und Europarechtler Sebastian Paff mit auf eine spannende Reise durch das bevölkerungsreichste Land des Baltikums, das er im Rahmen eines Auslandssemesters und eines Praktikums gleich zweimal für längere Zeit besucht hat. Neben den wichtigsten Fakten über Land und Leute, kam ein Großteil seines Vortrags der bewegten Geschichte Litauens zu. Ebenso durften Exkurse zu Politik, Kunst, Kultur und der kulinarischen Besonderheiten des Landes nicht fehlen. Bewegte Geschichte Die meisten, die sich für Europa interessieren, wissen mit Sicherheit, dass Litauen seit 2004 Mitglied der EU und der Nato ist und schon seit knapp zwei …

Bella Italia: Wirklich immer alles Bella?

Am 15. November 2016 stellte JEF Mitglied Angelo „sein“ Heimatland Italien vor. Dabei nahm er uns mit auf eine spannende und aufschlussreiche Reise durch Bella Italia: von Pizza und Mozarella über da Vinci und Berlusconi bis hin zu Lampedusa, EU und Europarat. Mehr als nur Pizza und Pasta So ist unser südlicher Partner nicht nur Mutterland der Pizza, sondern beherbergt auch die größten und aktivsten Vulkane Europas: alleine bei einem Ausbruch des Vesuvs müssten circa 3 Millionen Menschen evakuiert werden. Neben der altbekannten Klassikern wie der Pizza und Mozzarella, die neben dem Tourismus einen großen Teil der italienischen Wirtschaft ausmachen, verdanken wir Italien auch große Persönlichkeiten wie Leonardo da Vinci und Michel Angelo, aber auch Silvio Berlusconi. Auch die Sprachenvielfalt Italiens ist bemerkenswert: über 20 Dialekte, mehrere Amtssprachen, darunter neben Italienisch auch Deutsch und Französisch, und Minderheitensprachen wie Albanisch und Griechisch werden auf dem Stiefel im Mittelmeer gesprochen. Dass die Kommunikation zwischen Süd-und Norditalienern nicht immer reibungslos funktioniert, konnte Angelo dabei aus eigener Erfahrung berichten. Nicht immer eitel Sonnenschein Dass dabei nicht immer alles „bella“ …

Polen im Wandel

Diesen Dienstag stellte Jan Zimmermann Polen im Rahmen des Länderabends der JEF Ruhrgebiet vor. Neben Tatsachen und Eindrücken zum Land und seines Aufenthaltes dort, regte er dabei eine Diskussion über den polnischen Platz in Europa an. Wegen seines halbjährigen Aufenthaltes dort lag es nahe, dass Jan die aktuelle Kulturhaupstadt Europas, Breslau (pol. Wroc &lstrok aw), als Stellvertreterin für das heutige Polen wählte. Es gibt einerseits ein starkes Streben nach Modernisierung, so kann zum Beispiel die Abwesenheit von Ladenschlusszeiten als Reaktion auf den Mangel zu Zeiten des Sozialismus verstanden werden. Auf der anderen Seite spielen traditionelle Werte auch im heutigen Polen eine große Rolle. Wichtige Rolle der Kirche Besonders die katholische Kirche ist identitätsstiftend für Polen; der ehemalige Papst Johannes-Paul II wird auch heute noch von vielen im Land verehrt, so gibt es kaum eine Stadt ohne Denkmal für ihn. Gerade in Breslau genießt darüber hinaus auch der frühere Erzbischof Boles &lstrok aw Kominek ein ähnlich großes Ansehen wie Johannes-Paul II. Er leistete 1965 mit seinem Hirtenbrief, aus dem vor allem die Worte „Wir vergeben und …