Alle Artikel in: Stellungnahmen

Stellungnahmen

Gemeinsam aus der Krise – Corona-Bonds jetzt!

Die Coronakrise bringt uns alle an unsere persönlichen Grenzen und auch die öffentlichen Haushalte werden durch die wirtschaftlichen Folgen an ihre Schmerzgrenze gelangen. Alle Mitgliedstaaten sind jetzt gefordert, den wirtschaftlichen Einbruch durch direkte Transfers und Liquiditätshilfen abzufedern. Corona-Bonds – gemeinsame Anleihen – sind unserer Meinung nach ein unverzichtbares Mittel!

Geisterfahrer Ungarn: Die EU muss ihre Grundwerte verteidigen!

Der ungarische Präsident Viktor Orbán hat im Rahmen der Corona-Krise seine Machtbefugnisse weiter ausgeweitet. In den letzten Jahren hat Orbán seine Mehrheit im Parlament immer wieder dafür genutzt, verschiedene Pfeiler der Demokratie auszuhöhlen und verstößt damit gegen die Grundprinzipien der EU. Parlament, Mitgliedsstaaten und Kommission haben diesem Verhalten bisher nichts entscheidendes engegengesetzt. Wir finden: Das muss jetzt ein Ende haben!

Ein guter Tag für die Europäische Demokratie

Die Europawahl 2019 war in vielerlei Hinsicht besonders – so besonders, dass sie in den vergangenen Tagen und Wochen oftmals zur Schicksalswahl erklärt wurde. Heute können wir vor allem eines sagen: Die Europawahl 2019 war eine besondere, denn sie sah die höchste Wahlbeteiligung seit 1994!

ARD und ZDF – Zeigt uns das TV-Duell zur Europawahl 2019 zur Primetime!

In einem offenen Brief wenden sich die Jungen Europäischen Föderalisten Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit den JEF Deutschland und der Europa-Union Deutschland e.V. an den ARD-Vorsitzenden Ulrich Wilhelm, an den Intendanten des ZDF Thomas Bellut sowie an den Intendanten des WDR Tom Buhrow und bekräftigen unsere Forderung von 2014: Zeigt das TV-Duell der Spitzenkandidaten der Europawahl 2019 im öffentlich-rechtlichen Fernsehen – und zwar auf den Hauptsendern und zur besten Sendezeit!

Drohende Regierungsbeteiligung der FPÖ in Österreich gefährdet europäische Einigung

Zu den Ergebnissen der Nationalratswahl in der Republik Österreich sehen die JEF NRW die europäische Einigung stark gefährdet und veröffentlichen eine Erklärung. Bei der Nationalratswahl in Österreich ist die rechtspopulistische Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) drittstärkste Kraft geworden und wird vermutlich mit der Wahlsiegerin, der konservativen Österreichischen Volkspartei (ÖVP), die Regierung bilden. „Dies ist ein herber Schlag für die europäische Einigung“, sagt Markus Thürmann, Vorsitzender der Jungen Europäischen Föderalisten (JEF) NRW. Zuvor hatte die ÖVP unter ihrem Vorsitzenden Sebastian Kurz einen rechtspopulistischen Wahlkampf gemacht. FPÖ-Chef Heinz Christian Strache stellte nach der Verkündung des Wahlergebnisses fest, dass 60 Prozent der Österreicher das FPÖ-Wahlprogramm gewählt hätten. „Das stimmt zwar nicht ganz, aber tatsächlich ist es keine zielführende Strategie, die Inhalte der Rechtspopulisten zu übernehmen, denn das stärkt sie nur“ sagt Ludger Wortmann, stellvertretender Vorsitzender der JEF NRW. „Es ist eine von zwei Strategien, die gegen Rechtspopulisten nicht hilft“, so Wortmann weiter. „Die andere ist das Verschweigen von tatsächlichen Problemen. Man muss die Themen der Rechtspopulisten aufgreifen, ohne ihre unsinnigen Scheinlösungen zu übernehmen.“ Nach den letzten Wahlergebnissen in Europa …

Erhaltet die Rechtsstaatlichkeit in Polen!

Der Landesvorstand hat zu den jüngsten Ereignissen in der Republik Polen eine Erklärung veröffentlicht, in dem die Pläne der polnischen Regierung verurteilt werden. Die polnische Regierung zerstört die Unhabhängigkeit der Gerichte in Polen. Damit führt sie das Land weiter von der Demokratie weg. Das kann nicht unbeantwortet bleiben. Am Donnerstag hat das polnische Parlament eine Reform des Rechtswesens beschlossen, welche das ohnehin angeschlagene Justizsystem weiter schwächen wird. Der Plan ist, alle derzeitigen Verfassungsrichter, die nicht unter der PiS-Regierung ihre Arbeit angetreten haben, abzusetzen und durch neue zu ersetzen, die vom Justizminister ausgewählt werden. Fortan sollen alle Verfassungsrichter vom Justizministerium eingesetzt werden und die Regierung gegenüber den Gerichten weisungsbefugt sein. Die JEF NRW lehnen diese Reformen ab. Gerichte sind dazu da, das Handeln der Regierung zu überprüfen und den Bürger vor Übergriffen staatlicher Organe zu schützen. Diese Justizreform hebt die Gewaltenteilung auf und macht die Gerichte zum Arm einer unkontrolliert waltenden Regierung. Das bedeutet das Ende der Rechtsstaatlichkeit in Polen. Saubere Gerichtsprozesse werden fortan nur noch stattfinden, sofern sie der Regierung genehm sind. “Es ist entsetzlich, …

Mitgliedsstaaten müssen jetzt geschlossen auftreten!

Anlässlich des knappen Ausgangs der britischen Parlamentswahlen erklären die Jungen Europäischen Föderalisten Nordrhein-Westfalen: Theresa Mays Strategie, die Wahlen zum britischen Unterhaus vorzuziehen, um eine komfortablere Mehrheit zu erhalten und damit den Brexit leichter durchsetzen zu können, ist gescheitert. „Theresa May hat mit den vorgezogenen Wahlen einen ihrer Verhandlungsvorteile – nämlich eine Mehrheit im britischen Unterhaus – verspielt,“ sagte Markus Thürmann, Vorsitzender der JEF NRW. Die veränderten Mehrheitsverhältnisse werden vermutlich die Brexit-Verhandlungen schwieriger gestalten. Statt einer werden zwei oder drei Parteien auf britischer Seite die Verhandlungen führen. Dies könnte für die EU aber auch ein Vorteil sein, da eine zerstrittene Regierung weniger firm auftreten kann als eine einige. Dafür, dass sich eine Mehrheit der Wähler beim Referendum für den Austritt aus der EU entschied, war die Begrenzung der Immigration ein wichtiger Grund. Es ist daher unwahrscheinlich, dass die britische Regierung dem Erhalt der Freizügigkeit für EU-Bürger zustimmen wird. Jedoch sollte die EU durchsetzen, dass niemand der bereits in Großbritannien lebenden EU-Bürger das Land verlassen muss und dass für neue Immigranten aus der EU die Einwanderungsbedingungen möglichst …

JEF NRW verurteilen Verfassungsreform und unterstützen demokratische Kräfte

Der Landesvorstand der JEF NRW hat eine Erklärung zum Ergebnis des türkischen Verfassungsreferendums vom vergangenen Sonntag verabschiedet. Darin wird das Ergebnis verurteilt und die Unterstützung der demokratischen Kräfte in der Türkei bekräftigt. Die Jungen Europäischen Föderalisten Nordrhein-Westfalen erklären: Dass eine Mehrheit der türkischen Wahlberechtigten den Vorschlag des Präsidenten Erdogan für eine neue, auf ihn zugeschnittene Verfassung, angenommen hat, erfüllt uns mit Entsetzen. Bereits vorher hat Erdogan mit seiner Einschränkung der Pressefreiheit und der Unabhängigkeit der Gerichte sowie den Verhaftungswellen nach dem Putschversuch im letzten Jahr die türkische Demokratie schwer beschädigt. Die neue Verfassung, die ihn weiter stärken wird, führt die Türkei in eine Diktatur. 80 Prozent der Wahlberechtigten haben abgestimmt, wovon sich 51 Prozent für die neue Verfassung aussprechen. Unter den türkischen Wahlberechtigten in Deutschland war die Wahlbeteiligung mit 50 Prozent geringer, dafür aber die Zustimmung mit 60 Prozent höher. Diese Zahlen zeigen, dass eine erschreckende Anzahl der wahlberechtigten türkischen Bevölkerung eine Diktatur zu befürworten scheint – aber auch, dass es eine starke Opposition gibt. Im Vorfeld der Wahl wurde die Gegenkampagne unterdrückt und große …