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EU-Wahlarena läutet den Europawahlkampf in Münster ein

Am 08. April 2019 veranstalteten die JEF Münster in Kooperation mit der Stadt Münster und der Europa-Union Münster eine EU-Wahlarena in der Aula des Münsteraner Schlosses. Dabei stellten sich die Münsteraner EP-Kandidat*innen im interaktiven Wahl-O-Mat-Stil der Diskussion. Gut einen Monat vor den Europawahlen am 26. Mai sollten so im Rahmen dieser Veranstaltung die Positionen der im Bundestag vertretenen Parteien beleuchtet werden.

Auf dem Podium der bis zum letzten Platz besetzen Aula nahmen die Münsteraner Kandidat*innen für das Europäische Parlament Anna Blundell (Bündnis90/Die Grünen), Sarah Weiser (SPD), Dr. Markus Pieper (CDU), Paavo Czwikla (FDP) sowie Martin Schiller (AfD) Platz.Durch die abwechslungsreiche und spannende Debatte führte der Brüsseler WDR/NDR-Studioleiter Ralph Sina. Die Debatte war im Wahl-O-Mat Stil konzipiert, sodass das Publikum aktiv teilnehmen und seine Meinung einfließen lassen konnte.

Volles Schloss, interaktives Format

Das heißt: Die Kandidat*innen wie auch die knapp 400 Leute im Publikum sollten im Rahmen einer Ja-/Nein-Abstimmung Stellung zu Thesen im Bereich der europäischer Sozial-, Außen- und Sicherheitspolitik, europäischen Finanzfragen und abschließend zur Frage der Entwicklung der „Vereinigten Staaten von Europa“ nehmen. Dieses interaktive Format stellte sicher, dass auch die Meinung des Publikums – der Wähler*innen – deutlich wurde.

Vielfältige Debatte, Austausch der Argumente

Die Diskussionsrunde startete ausführlich mit dem Themenbereich der Sozialpolitik. Die Möglichkeit eines europäischen Mindestlohns begrüßten die Vertreter*innen der SPD und der Grünen. Der FDP-Vertreter, Paavo Czwikla, betonte indes: „Wir haben hier starke Gewerkschaften und die Tarifautonomie. Diese Errungenschaften sollten wir in ganz Europa weiter stärken, anstatt einen europaweiten Mindestlohn einzuführen!“. 

Im Bereich der Außen- und Sicherheitspolitik sprach sich Sarah Weiser deutlich für den Aufbau einer europäischen Armee aus, die zum einen die gemeinsamen Streitkräfte bündeln und die Abrüstung vorantreiben solle. Auch der Vertreter der FDP, Paavo Czwikla, befürwortete dieses Vorhaben, wenngleich er das Prinzip der Subsidiarität betonte, das Regelungen auf der jeweils kleinsten Legislativebene vorsieht. Strikt gegen eine EU-Armee war lediglich AfD-Kandidat Martin Schiller.

In diesem Zusammenhang betonten die Vertreterinnen von SPD und Grünen die Wichtigkeit europaweiter Zusammenarbeit in Migrationsfragen. Für Sarah Weiser „gehört zu einer funktionierenden EU auch eine funktionierende Seenotrettung“. Anna Blundell räumte zwar ein, dass man es zur Kenntnis nehmen müsse, wenn ein Land nur christliche Flüchtlinge aufnehmen wolle. Ihrer Ansicht nach widerspricht ein solches Vorgehen jedoch den europäischen Grundwerten. 

Weniger Einigkeit bestand in Finanzfragen. Für ein eigenes Steuerrecht der EU sprachen sich lediglich die Vertreterinnen von SPD und Grüne aus, insbesondere Martin Schiller positionierte sich strikt dagegen. Teilweise unverständlich blieb seine Position zur Währungsunion: Auf Ralph Sinas Frage, ob Deutschland Teil der Eurozone bleiben solle, positionierte er sich für einen Verbleib in der EU – welche sich jedoch nicht mit der Eurozone, der Währungsunion, deckt. 

Viel Lärm um Zusammensetzung des Podiums

Begleitet wurde die Debatte auch von der Frage nach der Podiumsteilnahme bestimmter Parteien. Während ein Teil des Publikums seinem Unmut über die Teilnahme der AfD Ausdruck verlieh, indem es Martin Schillers Redebeiträge mit „Beifall“ unterbrachen, beschäftigte das Podium zum Teil vielmehr die Reaktion auf die AfD-Teilnahme als die Teilnahme selbst. So äußerte Dr. Markus Pieper, er bedauere es, dass die Linke ihre Teilnahme zurückgezogen habe, Anhänger die Diskussion nun aber beeinträchtigten, statt sich ihr zu stellen. Besonders deutlich wurde auch Paavo Czwikla, der betonte, dass in einer Demokratie auch Parteien, die den eigenen Positionen widersprächen, einen Platz hätten und man sie in der politischen Debatte stellen könne und müsse.

Vereinigte Staaten von Europa in Aussicht

Weitgehende Einigkeit herrschte auf dem Podium lediglich bei der abschließenden Frage nach den Vereinigten Staaten von Europa: Mit Ausnahme von Martin Schiller sprachen sich alle Kandidaten eindeutig dafür aus. Sarah Weiser betonte, dass die SPD diese Vision schon früh verfolgt habe und auch Paavo Czwikla und Anna Blundell positionierten sich eindeutig für einen Europäischen Bundesstaat. Dr. Markus Pieper zeigte sich mit Blick auf die momentane Situation verhaltener; man müsse sich auf die aktuellen Probleme konzentrieren, die Vereinigten Staaten von Europa seien jedoch ein wünschenswertes Ziel, welches „ihr, die jüngere Generation, vielleicht noch erleben werdet“.

Landesversammlung 2019

Am 24. März 2019 fand unsere jährliche Landesmitgliederversammlung in Dortmund statt. Bei dieser Gelegenheit kamen Vertreter unserer Kreisverbände – inzwischen zehn an der Zahl – zusammen, einen neuen Landesvorstand zu bestimmen, Anträge zu diskutieren und nicht zuletzt, einander einmal persönlich die Hand zu schütteln.

Über 40 Mitglieder*innen kamen zusammen, um die Ergebnisse des letzten Jahres festzuhalten, den neuen Landesvorstand zu wählen und die Delegierten für verschiedene Gremien zu bestimmen. Die LMV wurde auch durch mehrere „Special Guests“ bereichert, die alle flammende Plädoyers für eine gemeinsame europäische Zusammenarbeit hielten –Sarah Weiser für die Jusos, der langjähriger JEFer Moritz Körner (MdL) für die JuLis und Nyke Slawik für die Grüne Jugend. Dazu kam Johannes Winkel für die Junge Union. Auch der Vorsitzende der Europa Union NRW – Peter Wahl – war vor Ort und bestärkte uns darin, unsere Arbeit weiterhin fortzusetzen. Allen war es wichtig zu betonen, dass ein starkes Europa voraussetzt, dass konstruktiv miteinander gestritten und Lösungen gemeinsam herausgearbeitet werden. Nicht zuletzt kann nur gemeinsam den Rechtspopulisten Paroli geboten werden.

Wir, die  Jungen Europäischen Föderalisten, setzen uns mit unserer Kampagne „Europa Machen“ vor der Europa Wahl am 26. Mai genau dafür ein. Uns ist es wichtig, die Menschen mit unserer Vision zu erreichen, ihre Fragen zur EU zu beantworten und nicht zuletzt-  sie für Europa zu begeistern. Martin Mödder, unser Landesvorsitzender, hat in seinem umfassenden Jahresbericht aufzeigen können, dass Kreisverbände und Landesvorstand durchweg in ganz NRW durch Stammtische, Vorträge, (Podiums-) Diskussionsrunden, Straßenaktionen, Bildungsworkshops und unentwegtes Netzwerken daran stetig arbeiten, dieses Ziel zu erreichen.

Der alte Landesvorstand der JEF NRW wurde zu Beginn der Versammlung entlastet. Unser großer Dank gilt Nora Rijneveen, Jan Nübel, Tim Odendahl und Markus Thürmann, die nach jahrelangem Engagement nun aus dem Landesvorstand ausgeschieden sind.

Martin Mödder ist als Landesvorsitzender bestätigt worden. Sonja Ebbing, Marieke Erlenstedt und Rebecca Melzer wurden als seine Stellvertreterinnen gewählt.  Saskia Franke, Dimitrious Athanassiou, Malin Roppel, Ludger Wortmann und Amelie Dieckhoff sind nun Beisitzer*innen im neuen Landesvorstand. Außerdem hat Simon Gutleben den ehemaligen Geschäftsführer Markus Thürmann abgelöst. Schatzmeisterin wurde Solveig Kallerhoff.

Auch für die verschiedenen Gremien, wie den Bundeskongress, den Bundesausschuss, den Europa Kongress, die Landesdelegiertenkonferenz und den Landesausschuss der Europa Union NRW, wurden Delegierte gewählt.

Unser Dank gilt nicht zuletzt den zahlreichen aktiven Mitgliederinnen und Mitgliedern, die sich auf vielfältige Weise für Europa einsetzen und unseren Verband zu dem machen, was er ist: eine überparteiliche Plattform, wo Europa stark gemacht wird. Lass uns weiter „Europa Machen“.

Schülerinnen und Schüler bei einer SimEP

Simulation des Europäischen Parlaments in Herford – Wie viel Klimaschutz muss sein?

Die erste SimEP im Auftrag der Staatskanzlei NRW und mit Förderung der Doris-Wuppermann-Stiftung fand am 20.03. in Herford statt. Unter der Organisation der JEF NRW debattierten die Teilnehmer im historischen Herforder Rathaus über die europäische Umwelt- und Klimaschutzpolitik.

Einen Tag lang durften insgesamt 64 junge Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Schulen der umliegenden Kreise in die Rolle von Europaabgeordneten schlüpfen und eine der fünf größten Fraktionen des Europäischen Parlamentes vertreten. Im Rahmen der Simulation entwarfen die Teilnehmer, entsprechend ihrer jeweiligen Rollen, Änderungsanträge zu einem Richtlinienentwurf über neue Klimaschutzmaßnahmen in der EU.

Für dessen Verabschiedung und zur Gestaltung seiner einzelnen Teilaspekte war es unabdingbar, Koalitionspartner zu finden, mit denen sich Mehrheiten bilden ließen. Dafür wiederum wurde den Teilnehmern Kompromissbereitschaft, Verhandlungsgeschick und ein diplomatisches Händchen abverlangt. Die neuen Parlamentarier mussten ihrer Fraktionsgesinnung entsprechend Aspekte wie Versorgungssicherheit, wirtschaftliche Stabilität und die Wahrung der Natur und Umwelt für die zukünftigen Generationen abwägen und argumentieren. Es wurden insgesamt 23 Änderungsanträge verfasst und diskutiert. Im Raum standen zentrale Fragen wie: Bis wann und in welcher Form soll eine vollumfängliche Versorgung aus erneuerbaren Energien eingeführt werden? Wie realisierbar ist dieses Vorhaben und wie schließt man dabei wirtschaftsschwächere Mitgliedstaaten ein? Wer überwacht (und sanktioniert womöglich) Überschreitungen von Emissionsgrenzwerten? Oder aber: Kann man Automobilunternehmen in die Pflicht nehmen, für Grenzwertüberschreitungen zu haften?

In der ersten Phase — den drei Fraktionssitzungen — galt es, sich der eigenen Position klarzuwerden, Änderungen zu formulieren und Koalitionen zu schmieden. Dabei ist löblich hervorzuheben, wie zügig und ernsthaft sich die Schüler*innen in die jeweilige politische Position hineinversetzen konnten, auch wenn diese teilweise nicht der persönlichen Gesinnung entsprachen. Die zweite Phase und den Höhepunkt des Tages bildete die große Plenardebatte in der „Herzkammer des Rathauses“, in der die verschiedenen zuvor erarbeiteten Anträge vorgestellt, debattiert und zur Abstimmung gestellt wurden. Auf die Minute genau konnte noch im Zeitrahmen eine finale Richtlinie verabschiedet werden, die beispielsweise die Mitgliedstaaten dazu verpflichtet, ihren Energiebedarf bis zum Jahr 2050 zu 75% aus erneuerbaren Energien zu decken. Zuletzt bleibt nach einem langen Tag festzuhalten, dass die Teilnehmer durch die SimEP sicherlich einen neuen Blick auf topaktuelle Themen wie Klima- und Umweltschutz werfen konnten und sich zugleich aktiv mit europäischer Politik und ihren Abläufen auseinandersetze. Der Aufruf, im Mai an den Europawahlen teilzunehmen, sollte sich dabei als Selbstverständlichkeit herauskristallisiert haben.

Vom Rathaus zum EU-Parlament & wieder zurück

Insgesamt 53 Schüler*innen durften letzte Woche Mittwoch in die Rolle von EU-Abgeordneten schlüpfen. Das Rathaus Dortmund verwandelte sich für einen Tag in das EU-Parlament, wo hitzig über eine fiktive Verordnung zum Thema Verbraucherschutz diskutiert wurde.

Alle Teilnehmer*innen wurden schon im Vorfeld des Planspiels ihren Fraktionen zugeordnet und mit Informationsmaterial ausgestattet. Der Tag begann mit einer Begrüßung durch Rebecca Melzer für die JEF NRW, sowie durch Cornelia Irle aus dem Büro des Dortmunder Oberbürgermeisters. Außerdem begrüßten zwei Europa-Abgeordnete – Terry Reintke und Dietmar Köster die Schüler*innen per Videobotschaft.

Die Jugendlichen durften sich direkt danach innerhalb ihrer Fraktionen kennenlernen und inhaltlich in die Thematik einsteigen. Im Fokus für alle Teilnehmenden stand die Frage, wie erreicht werden kann, dass die politische Position der eigenen Fraktion innerhalb der Verordnung bestmöglich repräsentiert ist. Dafür musste zunächst geklärt werden wie die eigene Fraktion überhaupt „Verbraucherschutz“ definiert. Ferner lernten alle Jugendlichen an diesem Tag, dass politische Ziele nur erreicht und durchgesetzt werden können, wenn Absprachen getroffen, Kompromisse geschlossen und Koalitionen gebildet werden, um Mehrheiten für Vorschläge zu sichern.

Nach zwei Beratungsrunden innerhalb der eigenen Fraktionen und vielen informellen Gesprächen trafen sich alle gemeinsam zur Plenardebatte. Dort wurde jeder einzelne Änderungsantrag zur Verordnung diskutiert und im Anschluss entweder angenommen oder verworfen. Die Schüler*innen erfuhren am eigenen Leib was es bedeutet Politik „zu machen“, schulten ihre Fähigkeiten im Diskutieren und Verhandeln. Nicht zuletzt machten alle Jugendlichen die Erfahrung, das selbst, wenn mit viel Hingabe und Engagement Änderungen des Gesetzentexts ausgearbeitet wurden und Koalitionen geschmiedet wurden, dies nicht bedeutet, dass diese im Plenum automatisch durchgesetzt werden können.

Unser Dank gilt dem Europe Direct Information Centre Dortmund sowie dem Jugendring Dortmund, die diese Veranstaltung erst möglich gemacht haben.

Klausurtagung 2019

Am vergangenen Wochenende traf sich der Landesvorstand zur ersten Klausurtagung dieses Jahres. Im Wohnzimmer unseres Geschäftsführers ging es um die Themenschwerpunkte der nächsten Monate, die Kampagne Europa machen! und die anstehende Landesmitgliederversammlung.

2019 wird ein turbulentes Jahr für alle, die sich für Europa begeistern. Damit die JEF NRW auch bestens gewappnet in das Jahr des (vermutlichen) Brexits, das Jahr der Europawahl, startet, hat der Landesvorstand vom 19. bis zum 20. Januar die erste Klausurtagung 2019 einberufen.

Wie schon im letzten Jahr hat Geschäftsführer Markus sein Wohnzimmer zur Verfügung gestellt, damit alle, die sich sonst nur am Telefon sprechen, endlich mal wieder um einen Tisch Platz nehmen konnten. In dieser schönen Atmosphäre ging es um die Projekte der kommenden Monate, die Kampagne Europa machen! & die Landesmitgliederversammlung, die am 24. März 2019 stattfinden wird und bei der unter anderem ein neuer Landesvorstand gewählt werden wird.

In den nächsten Wochen arbeiten wir mit Hochdruck an den gesammelten Ideen – wenn es soweit ist, hört ihr Neuigkeiten natürlich als erstes hier!

Running Dinner Goes Europe 4.0

Im WiSe 2019 fand nun zum vierten Mal unser JEF-eigenes Running Dinner statt und auch dieses Mal konnten wir es als vollen Erfolg verbuchen. Mit 84 Teams waren erneut zahlreiche essensfreudige Münsteraner Studenten und Studentinnen für einen Abend in ihrer Nachbarschaft unterwegs, um die kulinarische Vielfalt Europas zu entdecken. Unter den Teilnehmenden fanden sich viele JEFer und Interessierte, aber auch viele, die allein aufgrund der Facebook-Veranstaltung von der Aktion erfahren hatten und sich das erste Mal in gemütlicher Atmosphäre über die JEF informierten.

Es wurde gelacht, getrunken und natürlich viel und lecker gegessen. Dabei waren die Teilnehmenden vor allem von der Vielfalt, die durch die Zuteilung der europäischen Staaten entstand, begeistert. Man merkte, dass sich alle mit ihrem Land auseinandergesetzt hatten. Dies zeigte sich nicht nur bei Speisen und Getränken, sondern auch bei der musikalischen Untermalung und der Dekoration. 

Im Anschluss an das Dessert trafen sich viele der Köche und Köchinnen in der Himmel & Hölle Bar, um den Abend gemütlich beim ein oder anderen Getränk ausklingen zu lassen und sich über die vorher verzehrten Gerichte auszutauschen. Man traf Gäste und Gastgeber wieder und die meisten wollten auch nach der letzten Runde noch nicht nach Hause.

Das Running Dinner goes Europe ist und bleibt auch in der vierten Runde eine fantastische Veranstaltung, bei der JEF Mitglieder und Interessierte zusammenkommen. Wir freuen uns auf den nächsten Durchlauf!

Neujahrsstammtisch

Zu Beginn des Jahres haben wir Ideen gesammelt und uns überlegt, welche Aktionen wir 2019 umsetzen wollen.

The same procedure as every year…

Mit vielen Plänen, Ideen für 2019 und neuen Gesichtern hatte unser Neujahrsstammtisch alles, was es zu einem guten Start ins neue Jahr braucht.

Brexit, Europawahlen, Asylpolitik… 2019 wird ein europäisches Jahr. Wir freuen uns darauf, es mit euch anzugehen. Der nächste Stammtisch findet am 31.01. statt, wo wir Vertreter von Sea Watch begrüßen dürfen. Kommt vorbei!

Stellenausschreibung Praktikum

Bei den Jungen Europäischen Föderalisten Nordrhein-Westfalen e.V. (JEF NRW) und der Europa-Union Nordrhein-Westfalen e.V. (Europa-Union NRW) ist zum 1. Februar 2019 eine Stelle als Praktikant*in befristet auf 3 Monate zu besetzen.

Die JEF NRW sind mit über 20.000 Mitgliedern europaweit und über 600 Mitgliedern zwischen 14 und 35 Jahren in Nordrhein-Westfalen aktiv. In mehr als 10 Städten sind Kreisverbände aktiv, die sich regelmäßig treffen, Bildungsveranstaltungen sowie Internationale Austausche organisieren und für die für ein geeintes Europa eintreten.
Die Europa-Union NRW ist eine europaweite, überparteiliche und pro-europäische Nichtregierungsorganisation. Unsere Mitglieder treten seit über 70 Jahren für eine weitreichende europäische Integration mit dem Ziel eines geeinten „Europas der Bürger*innen“ ein.

Deine Aufgaben:
• Organisation europapolitischer Veranstaltungen im Rahmen der Europawahlkampagne
• Vor- und Nachbereitung sowie Betreuung von Gremiensitzungen, insbesondere
Unterstützung bei der anstehenden Landesmitgliederversammlung
• Mitarbeit an der Organisation von Simulationen des Europäischen Parlaments (SimEP)
• Unterstützung in der Öffentlichkeitsarbeit (Website, Social Media …)
• Koordination des Verbandsaustauschs zwischen den Kreisen und dem Landesverband
• Pflege der Mitgliederdatenbanken

Dein Profil:
• hohe Motivation, Einsatzfreude und Selbstständigkeit sowie die Bereitschaft flexibel,
gelegentlich auch am Wochenende zu arbeiten
• Team- und Kommunikationsfähigkeit
• Interesse an europäischer Politik und Freude an überparteilichem Arbeiten
• Erfahrung mit ehrenamtlichem Engagement
• sicherer Umgang mit gängigen Office-Anwendungen
• Erfahrungen mit Social-Media-Anwendungen

Unser Angebot:
• Einblicke in die Arbeit der Geschäftsstelle in Dortmund der beiden Verbände und in die
Strukturen von europaweit tätigen Mitgliederverbänden.
• Erfahrung in der Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Organisationen,
Bildungseinrichtungen, staatlichen Stellen und anderen Institutionen auf Landes- und
kommunaler Ebene sowie im Umgang mit Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens.
• Eine monatliche Vergütung von 400 Euro.

Für Auskünfte stehen dir der JEF-Landesvorsitzende Martin Mödder (martin.moedder@jef-nrw.de) und die Landesgeschäftsführerin der Europa-Union, Kirsten Eink (info@eu-nrw.de) zur Verfügung.

Haben wir dein Interesse geweckt? Wir freuen uns auf deine aussagekräftige Bewerbung. Richte diese bitte bis zum 11. Januar 2019 ausschließlich per E-Mail an praktikum@eu-nrw.de. Die Auswahlgespräche werden vom 14. – 16. Januar 2019 stattfinden.

Die Coudenhove-Kalergi Plakette wird an drei Europaschulen verliehen

Der Mutterverband der Jungen Europäischen Föderalisten Münster, die Europa-Union Münster, ehrte am 17.12.2018 in der Bezirksregierung drei Europaschulen aus dem Münsterland mit der Coudenhove-Kalergi Plakette.

Bereits seit 2002 verleiht die Europa-Union Münster alle zwei bis drei Jahre die Coudenhove-Kalergi Plakette. Mit der Verleihung macht sie nicht nur auf die eigene überparteiliche Arbeit aufmerksam, sondern zeichnet insbesondere bürgerliches Engagement für Europa aus. So wurden in den vergangenen Jahren beispielsweise die so genannte „Singende Revolution“ und Jean-Claude Juncker und mit der Plakette bedacht.

Dieses Jahr gab es gleich drei Preisträger: die Europaschulen Gymnasium Wolbeck, Pascal-Gymnasium Münster sowie das Richard-von-Weizsäcker Berufskolleg Lüdinghausen und Dülmen wurden für ihre besondere Jugendarbeit für Europa geehrt. 

Alle drei Schulen setzen sich als Europaschulen für einen vertieften europäischen Austausch ein. Sowohl das Richard-von-Weizäcker Berufskolleg als auch das Pascal-Gymnasium haben enge Verbindungen zu europäischen Partnerschulen und fördern die interkulturellen (europäischen) Kompetenzen ihrer SchülerInnen durch europäische Austauschprojekte in unterschiedlichen Kontexten. Das kürzlich mit dem PSD Bürgerpreis ausgezeichnete Gymnasium Wolbeck arbeitet weiterhin an einem EU-„Märchenprojekt“. Schülerinnen und Schüler vertiefen ihr Wissen über (europäische) kulturelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede, indem sie Märchen unterschiedlicher EU-Länder untersuchen und als ein gemeinsames Werk zusammenfügen. 

Neben Vertretern der ausgezeichneten Europaschulen waren Spitzenpolitiker der Lokal-, Bezirks-, Landes- sowie Europaebene unter den anwesenden Gästen vertreten. So hielten nicht nur Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe und die Regierungspräsidentin des Bezirks Münster Dorothee Feller, sondern auch der nordrhein-westfälische Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten und Internationales Dr. Stephan Holthoff-Pförtner sowie das Mitglied des Europäischen Parlaments, Dr. Markus Pieper, Grußworte. Gleichzeitig konnten die Jungen Europäischen Föderalisten Münster ihr Engagement in der pro-europäischen Jugendarbeit vorstellen. 

Dr. Marko Heyse, Vorsitzender der Europa-Union, eröffnete die Veranstaltung und betonte die besondere Bedeutung der bürgerlichen Partizipation für Europa. Europa sei kein Selbstläufer, für Europa müsse man kämpfen. Die ausgezeichneten Europaschulen seien Musterbeispiele für erfolgreiche, pro-europäische Arbeit mit Jugendlichen. 

Der Europaabgeordnete, Dr. Markus Pieper, richtete seinen besonderen Dank an die pro-europäischen Engagierten, die mit ihrer Arbeit menschliches und kulturelles Verständnis fördern und vertiefen. Anhand des Beispiels „Brexit“ könne man die Auswirkungen jahrelanger schlechter Berichterstattung über die EU erkennen. Dabei sollte der Fokus der BürgerInnen vielmehr auf die vielen Errungenschaften der Europäischen Union gelegt werden. 

Das betonte auch unsere Vorsitzende Carolin Mues, als sie das Engagement der Jungen Europäischen Föderalisten Münster vorstellte. Als Kreisverband mit über 160 Mitgliedern und etablierten Veranstaltungen wie der jährlichen Simulation des Europäischen Parlaments tragen die Jungen Europäischen Föderalisten zu großen Stücken zu dieser pro-europäischen Arbeit bei. Dabei ist das Engagement für und über Europa eine Herzensangelegenheit. Carolin machte deutlich, dass „ganz gleich wie kontrovers unsere Diskussionen sein mögen und wie sehr unsere Meinungen auseinandergehen, uns ist stets bewusst, dass wir im Kern alle für das gleiche einstehen: Ein geeintes, demokratisches und friedliches Europa“. Dem konnten alle Anwesenden beipflichten. 

Cities for Europe – Young Ambassadors for Münster

Das Netzwerk europäischer Großstädte lud erstmals junge Vertreter*innen zur ihrer jährlichen Konferenz nach Edinburgh ein. Das vielseitige Programm bot den drei Young Ambassadors der Stadt Münster, darunter JEF-Mitglied Lena Heidemann, die Möglichkeit zum intensiven Austausch mit jungen Menschen über inspirierende Projekte und die nachhaltige Entwicklung der europäischen Städte.

Die Mitglieder von EUROCITIES waren erstmalig eingeladen, Jugendliche und junge Erwachsene nach Edinburgh zu bringen, die sich aktiv an der Gestaltung der lokalen oder europäischen Politik beteiligen, um die Perspektive junger Menschen zu vermitteln. Aufgrund der starken Präsenz proeuropäischer Organisationen in Münster nahmen gleich drei junge Vertreter*innen an der Jahreskonferenz mit speziellen Programmpunkten für die »Young Ambassadors« teil!

  • Paula Schmidt-Kittler – Hochschulgruppe Visionen für Europa
  • Tobias Bollmann – Pulse of Europe
  • Lena Heidemann – Jungen Europäischen Föderalisten

Gemeinsam bereiten wir uns bereits im Sommer auf die Konferenz vor. EUROCITIES stellte uns dazu zwei Fragen, die wir im Rahmen eines selbstgedrehten Vorstellungsvideos einsenden sollten. Wir berieten uns also darüber, wie unser Europa im Jahr 2030 aussehen würde und für welche drei Aspekte wir uns ganz besonders einsetzen würden, wenn wir Bürgermeister*innen der Stadt Münster wären. Aus einigen Ideen entwickelten wir einen Ansatz zur nachhaltigen Stadtentwicklung, in dem Ökologie, Mobilität und Soziales einen prominenten Platz fanden.

Die Jahreskonferenz vom 28. – 30. November 2018

Drei Monate später flogen wir in Begleitung des Oberbürgermeisters Markus Lewe und der Europabeauftragten der Stadt Münster Christiane Lösel nach Edinburgh, die uns die Teilnahme ermöglicht haben! Die abendliche Eröffnungsveranstaltung bot uns dreien die Möglichkeit erste Kontakte zu den anderen Young Ambassadors, den Delegierten der Stadtverwaltungen und den Politiker*innen zu knüpfen. Natürlich ging es dabei nicht nur um politischen Austausch, sondern auch um Kultur. So brachten professionelle Tänzer*innen allen Interessierten mit musikalischer Unterstützung einer Live-Band einige Schritte des schottischen Volkstanzes bei.

In kleineren Diskussionsrunden starten die Young Ambassadors bei morgendlichem Kaffee in Tag 2. Im Anschluss an ein Grußwort der EUROCITIES Generalsekretarin Anna Lisa Boni, gab Keynote Speaker Charles Landry im großen Plenum in einem unterhaltsamen Vortrag Ratschläge für die Zukunft der Städte. Es folgte eine Präsentation zur institutionellen Wahlkampagne »This time I’m voting« der Europäischen Union von Stephen Clark, Direktor des Verbindungsbüros des Europäischen Parlaments.

SPOTTED ANOTHER JEF-MEMBER: Als junge Botschafterin der Stadt Straßburg war mit Andreea ein Mitglied unserer Freunde von den Les Jeunes Européens – France auf der Konferenz anwesend. Als Diskussionsteilnehmerin auf dem Podium brachte sie im Plenum zu »Creative Cities for Citizens« gekonnt die Arbeit der Young European Federalists ins Spiel. Gemeinsam mit zwei weiteren Young Ambassadors, Stephen Clark und Charles Landry diskutierte sie über die politische Beteiligung junger Menschen, die sich insbesondere partizipatorische und direktdemokratische Instrumente wünschten.

Im Anschluss kamen alle Konferenzteilnehmer*innen zum Speednetworking zusammen. In drei halbstündigen Runden gaben jeweils zwölf Redner*innen mit der Vorstellung von Projekten aus der eigenen Stadt Impulse zum anschließenden Austausch. Unter dem Titel »Münster – Mobility in a growing City« nutzte Markus Lewe die Gelegenheit, um das Verkehrskonzept der Stadt vorzustellen und mit Interessierten zu diskutieren. Der vielseitige Austausch konnte während des lockeren Mittagessens in der Empfangshalle weitergeführt werden.

Am Nachmittag fanden in drei parallelen Sitzungen »Creative Conversations« statt.

  • Inspire – Partnership for creative Places
  • Impact – Creating competitive Cities
  • Involve – Inclusion and empowerment of Culture

Auch unter diesem Programmpunkt trat der Oberbürgermeister als Redner auf und stellte das Konzept »Münsters Zukünfte 20/30/50« vor. Nachdem auch die Vertreter*innen anderer Städte ihre erfolgreichen Projekte präsentiert hatten, ging es in den Austausch. Besonders hervorgehoben wurde dabei die Herausforderung, auf den Wandel der Städte als Lebensraum einzugehen und gemeinsam mit den Bürger*innen zu gestalten. Der Fokus lag dabei auf der Frage, wie Veränderung gelebt werden kann, ohne dass die Menschen ein Gefühl des Identitätsverlusts erleiden müssen. Bei der Konsultation von Bürger*innen gehe es darum, einen Raum zu schaffen, in dem Menschen nicht zur Beteiligung instruiert werden, sondern in dem sie aus sich selbst heraus teilhaben möchten.

Es folgte die Session »Democracy in Action« nur für die Young Ambassadors. Fünf von ihnen hielten eine kurze Rede zu ihren Prioritäten für die Zukunft der europäischen Städte. Im Anschluss wurden drei von ihnen ausgewählt, die am folgenden Tag auf dem Podium sprechen sollten. STORY CONTINUES …

Die abendliche Galaveranstaltung fand im Schottischen Nationalmuseum statt. So abwechslungsreich wie die gesamte Konferenz gestaltete sich auch der Empfang, der die Gäste zunächst durch die Ausstellung des Museums führte. Im Laufe des Abends wurden zudem die EUROCITIES Awards verliehen. Sie würdigen herausragende Leistungen der EUROCITIES-Mitglieder bei der Durchführung lokaler Aktivitäten oder Praktiken, die die Lebensqualität der Bürger*innen verbessern. In den Kategorien COOPERATION, INNOVATION und PARTICIPATION wurden drei Projekte vorgestellt und ausgezeichnet. Erneut bot sich ein intensiver Austausch zwischen den Young Ambassadors, die den Abend bunt gemischt an eigenen Tischen verfolgten. Zum Ausklang ging es für viele noch auf ein schottisches Bier in eine nahegelegene Bar.

… STORY GOES ON – Tag 3 begann für die Young Ambassadors mit einer Debatte zum Thema »Building our Future Together« und dem Austausch über die Prioritäten junger Menschen für die Zukunft der Städte. In einem mehrstufigen Workshop erarbeiteten wir verschiedene Ansätze, führten eine angeregte Debatte und wählten dann die uns wichtigsten Aspekte aus. Diese sollten von den gewählten Vertreter*innen der Young Ambassadors im Abschlussplenum der Konferenz vorgetragen werden.

Die erste Ministerin Schottlands Nicola Ferguson Sturgeon sprach zunächst zu den Konferenzteilnehmer*innen und diskutierte im Anschluss mit den drei Young Ambassadors über unsere vier Prioritäten: die Forderung nach partizipativen Instrumenten zur Beteiligung, nach gleichberechtigtem Zugang zu Bildung und nach ökologisch sowie sozial nachhaltiger Stadtentwicklung.

Das »Farewell Gathering« ermöglichte eine umfassende Feedback-Runde zu Organisation und Programm, Danksagungen für die Einladung so vieler junger Menschen und selbstverständlich einem Gruppenfoto.  

An dieser Stelle gilt unser großer und herzlicher Dank der Stadt Münster, die die Teilnahme von Lena Heidemann für die JEF Münster als Young Ambassador ermöglicht hat! Sie und die beiden anderen jungen Vertreter*innen der Stadt kommen mit neuen Kontakten, vielen spannenden Eindrücken und Projektinspirationen zurück nach Münster!

Als das Netzwerk europäischer Großstädte vertritt EUROCITIES die Interessen der Städte gegenüber den EU-Institutionen und reagiert auf die Chancen und Herausforderungen, die den Alltag der Europäer*innen beeinflussen. Insgesamt sind mehr als 140 Städte und 40 Partnerstädte aus 39 europäischen Ländern Mitglied des Netzwerks. Mehr Informationen unter www.eurocities.eu

Ein paar Fotos finden sich auf der Facebook-Seite.

Titelfoto v.l.n.r.: Tobias Bollmann, Paula Schmidt-Kittler, Markus Lewe, Lena Heidemann und Christiane Lösel