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Die Zukunft Europas

Am Donnerstag, 17.05.2018, debattierten Schülerinnen und Schüler in Münster bei der Simulation des Europäischen Parlaments über europäische Sozialpolitik. Lest hier den Bericht der Schülerinnen und Schüler, die bei dem Planspiel als Journalisten teilnahmen.

„In Europa gibt es gerade ziemlich viel zu tun, deshalb finde ich es super, dass ihr heute mitmacht!“ – so begrüßte Terry Reintke, Abgeordnete im Europaparlament für die Grünen, in ihrer Videobotschaft die Schülerinnen und Schüler bei der Simulation des Europäischen Parlaments im historischen Rathaus. Das Planspiel wurde in diesem Jahr zum fünften Mal von den Jungen Europäischen Föderalisten Münster organisiert und stand abermals unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Markus Lewe und dem Europäischen Parlament. Neben Terry Reintke fand die Veranstaltung auch bei den Europaabgeordneten Tiemo Wölken und Dr. Markus Pieper Beachtung, die ebenfalls mit Videobotschaften vertreten waren.

Von 9 bis 17 Uhr beschäftigten sich die Jugendlichen mit den Strukturen des Europäischen Parlaments und nahmen die Rollen von Abgeordneten, Journalisten und Lobbyisten ein. Dieses Jahr drehte sich die Simulation um die Frage nach einer europäischen Sozialunion. Im Kern ging es dabei um einen einheitlichen Mindestlohn, Jugendarbeitslosigkeit und Chancengleichheit – Ziel war die Verabschiedung einer Stellungnahme zum Thema. Von Fraktionssitzungen über Pressekonferenzen bis hin zu einer Plenarsitzung am Ende der Veranstaltung lernten die Schülerinnen und Schüler dabei die Arbeit des Europäischen Parlaments hautnah kennen. Sie zeigten viel Engagement, unterhielten sich selbst während der Mittagspause über Inhalte der Stellungnahme und entwickelten ein besseres Gefühl für europäische Zusammenarbeit. Schwierigkeiten, wie das Hineinversetzen in die zugeteilte Fraktion, wurden schnell überwunden und schon bald liefen alle emsig durch das große Gebäude. Die Stimmung war konzentriert und diplomatisch, Meinungsverschiedenheiten wurden ausdiskutiert und sachlich beseitigt.

Besonders kontrovers war die Diskussion über die mögliche Einführung eines einheitlichen Mindestlohns in Europa. Dieser sei „eine Notwendigkeit für eine erfolgreiche Sozialpolitik, kurz- und langfristig“, so Mohamed Mahmoud in seiner Rolle als Vorsitzender der Fraktion S&D. Insbesondere die Fraktionen der EKR, ALDE und EVP sahen dies jedoch ganz anders. Die Stellungnahme wurde am Ende mit einigen Änderungen knapp angenommen und die Jugendlichen gingen voller neuer Eindrücke und einem breiteren Verständnis für Vorgänge im europäischen politischen Raum in den sonnigen Abend.

Autoren dieses Artikels sind die Schülerinnen und Schüler, die als Journalisten am Planspiel teilnahmen: Jaqueline Skirde, Mark Bröring, Sharel Lamski, Torben Theising, Paula Franke

Das Fotoalbum zur SimEP 2018 könnt Ihr HIER anschauen. Weitere Infos gibt’s zudem auf unserer SimEP-Facebook-Seite.

Wir möchten uns an dieser Stelle auch nochmal bei allen Förderern und finanziellen Unterstützern bedanken, ohne die die SimEP 2018 nicht möglich gewesen wäre. Vielen Dank an die Stadt Münster, Europe Direct Steinfurt, das Europäische Parlament, die NRW.BANK, den AStA der Uni Münster, den Förderverein des Instituts für Politikwissenschaft, HeurekaNet e.V., die Stiftung Bürger für Münster und Travelworks.

Brexit Café mit der britischen Initiative „My Life My Say“

Der Brexit kommt – aber kann ich danach noch Erasmus in Edinburgh machen? Ein Praktikum in Belfast? Einen Kurzurlaub in London ohne Visum? Beim #BrexitCafeBonn diskutierten junge Menschen mit der britischen Initiative „My Life My Say“, wie das künftige Verhältnis von EU und UK aussieht. Mit dabei: der Europaabgeordnete Tiemo Wölken.

Liebe Freunde der JEF-Bonn, am letzten Montag hat das Brexit-Café zusammen mit der britischen Initiative „My Life My Say“ und Tiemo Wölken (Mitglied des Europaparlaments) sowie der Friedrich-Ebert-Stiftung stattgefunden.

Wir vom Kreisverband Bonn waren natürlich auch zahlreich vertreten und haben uns gefreut, dass sich viele junge Leute zur Diskussion zum Thema „Zukünftiges Verhältnis von EU und UK“ gefunden haben

Anbei ein kleiner Videobeitrag zur Veranstaltung:

Schaut doch mal rein!

Eure JEF Bonn

JEF NRW diskussionsbereit für Brüssel

Im Zentrum der europäischen Politik tagt am Pfingstwochenende der Bundesausschuss der Jungen Europäischen Föderalisten Deutschland. Die JEF NRW werden von Martin und Tim vertreten. Lest auch unsere Stellungnahme zur neuen Free Interrail-Situation

Wenn am 17. Mai die Sitzung 2018-I des Bundesausschusses (BA) in Brüssel eröffnet wird, stehen die JEF NRW nicht mit leeren Händen da. Die beiden Delegierten Martin und Tim verteidigen den Antrag „Zur Umsetzung der Free Interrail-Tickets“, der eine Neufassung der bisherigen JEF-Position zur Free Interrail-Idee auf Bundesebene verfolgt.

Außerdem unterbreiten die Delegierten in einem ersten Denkanstoß den Vorschlag, das Politische Programm der JEF Deutschland (dem Grundsatzprogramm) dahingehend zu ändern, dass sich der Verband darin grundsätzlich zu „Exits“ aus der EU und einer möglichen folgenden Europäischen Föderation äußert. Ändern könnte nur der Bundeskongress dieses Thema, aber wir freuen uns auf Vorberatungen unter den Landesverbänden.

Weitere Themen auf der Sitzung werden u.a. der Haushalt des Verbandes, die auf dem Bundeskongress angestoßene Strukturdiskussion und der Umgang mit internationalen Projekten der JEF sein.

Stellungnahme zu Free Interrail im MFR

Notwendig wird eine Neupositionierung zu #FreeInterrail deshalb, weil die Aufnahme kostenfreier Interrail-Gutscheine für 18-jährige in den Entwurf des Mehrjährigen Finanzrahmens (MFR, quasi der Haushalt) der Europäischen Kommission gelang. Doch damit ist die JEF-Position nicht erreicht. Aktuelles Ziel der Kommission ist nämlich die Aufnahme der Idee in den Rahmen des Erasmus+-Programms, wogegen die JEF auf Europaebene bereits vehement auftreten. Wir möchten dazu den Beschluss aktualisieren.

Zu dem Thema hatte der Landesvorstand bereits am vergangenen Wochenende eine Stellungnahme auf Facebook veröffentlicht, die wir hier wiedergeben:

„Die Europäische Kommission plant im neuen Haushaltsentwurf erstmals ein kostenloses Interrail-Ticket für junge Erwachsene ein. Dafür sollen in den Jahren 2021 – 2027 bis zu 700 Millionen € bereitgestellt werden. Die JEF NRW begrüßen die Aufnahme des Tickets in den Haushaltsentwurf, schränken jedoch ein, dass dabei keine Konkurrenz zwischen den Förderprogrammen entstehen darf – an Erasmus+ darf nicht gespart werden.

Im Sommer werden die ersten 15.000 Interrail-Tickets in einem Pilotprojekt zur Verfügung gestellt. Wir begrüßen ausdrücklich, dass dieses lange von uns geforderte Format nun startet. Für die Umsetzung ist es jedoch essentiell, dass die Finanzierung nicht über Kürzungen bei anderen Programmen generiert wird und dass eine Reise durch die europäischen Nachbarländer für alle jungen Erwachsenen wahrnehmbar sein wird – unabhängig vom sozialen Hintergrund. Der Haushaltsentwurf ist hierzu im Detail noch unkonkret.

Erasmus+ ist für alle Teilnehmenden eine Lebenserfahrung. Gut ein Drittel der Stipendiaten hat später eine internationale Liebesbeziehung und es gibt bereits eine Million “Erasmus-Babys”. Das Programm ist Ausdruck des ureigenen Gedankens der europäischen Integration und Meilenstein in der Völkerverständigung. Dieses Programm darf nicht unterschätzt und erst recht nicht unterfinanziert werden – der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages stellte für die letzte Förderperiode eine Unterfinanzierung von über 30 % fest.“

Zum Bundesausschuss

Der Bundesausschuss ist das höchste beschlussfassende Gremium der JEF Deutschland zwischen den Bundeskongressen. Er fasst Beschlüsse zu politischen, organisatorischen und finanziellen Fragen des Verbandes sowie kontrolliert und berät den Bundesvorstand. Pro Landesverband gibt es zwei Delegierte. Erste*r Delegierte*r ist immer der/die Landesvorsitzende, das zweite Mitglied der Delegation wird von den JEF NRW auf der Landesversammlung gewählt.

Suche Frieden, finde Europa! Wir auf dem Deutschen Katholikentag

Als offizielle Kooperationspartner sorgten Europa-Union und JEF auf dem 101. Katholikentag in Münster am 11. und 12. Mai 2018 für richtig viel #jefspirit ¬auf den Straßen! Bei bunten Mitmach-Aktionen und Europa-Spielen kamen wir mit Jung & Alt ins Gespräch über Europa und ermöglichten außerdem beim großen Europacafé in der Halle Münsterland tiefgehende Diskussionen mit Politiker*innen sowie Expert*innen. Wenngleich aus ganz Deutschland und Europa Helfer*innen anreisten, besonders zahlreich waren helfende Hände aus Münster und NRW!

Zwischen dem 9. und 13. Mai herrschte in Münster Ausnahmezustand – rund 90.000 Dauer- und Tagesgäste tummelten sich auf dem 101. Deutschen Katholikentag in der Friedensstadt. Wenngleich die Großveranstaltung bereits zum vierten Mal dort stattfand, gab es eine wichtige Besonderheit: Zum ersten Mal in der Geschichte des Deutschen Katholikentags wurden mit Europa-Union und JEF nicht-kirchliche Organisationen als offizielle Kooperationspartner eingeladen das vielseitige Programm mitzugestalten. So wurde Samstag, der 12. Mai zum Europatag auf dem Katholikentag ausgerufen und der Themenbereich 1 Gesellschaft und Politik stand – zumindest in weiten Teilen – unter dem Leitwort „Suche Frieden, finde EUROPA!“ 

Kern unserer Programmpunkte war das Europacafé am Samstag im Roten Saal der Halle Münsterland. Das Auftaktgespräch auf dem Podium führten Dr. Gabriele Schneider und Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm bevor die Veranstaltung mit drei Durchgängen am Vormittag und Nachmittag startete. Bei Tischgesprächen hatten die Besucher*innen die Möglichkeit mit Expert*innen und Europapolitiker*innen (Liste siehe unten) ins Gespräch über aktuelle, europapolitische Themen zu kommen. Gesprochen wurde an vier Tischen über Soziales, Bürgerrechte & Demokratie; über Migration, Freizügigkeit & Flüchtlinge; über Frieden, Außen- und Sicherheitspolitik & Verteidigung sowie über Landwirtschaft, Klima, Umwelt & Entwicklung. Die sehr gut besuchten Gesprächsrunden sorgten für viel positive Resonanz bei den Besucher*innen!

Jung & Alt konnten bei vielseitigen Mitmach-Aktionen am Freitag und Samstag hautnah erleben, wie viel Spaß Europa macht. Auf die Plätze, europäisch, los! hieß es beispielsweise bei unserer Europa-Plane in der Stubengasse, bei der Interessierte beweisen konnten, wie viel sie über die europäische Gemeinschaft wissen. Das Europäische Spiel des Lebens brachte den Teilnehmenden auf spielerische Weise nahe, dass unterschiedliche Lebensbedingungen in den europäischen Ländern auch heute noch für ungleiche Chancen sorgen. Am Infostand in der Ludgeristraße wurden die Interessierten nicht nur mit attraktiven Postkarten und allerhand Infomaterial versorgt, sondern konnten bei Europa-Puzzle und Glücksrat auch die ein oder andere Kleinigkeit gewinnen. Das – sogenannte – Kinder-Schminken zauberte nicht nur den jüngsten Europäer*innen blaue Highlights und goldige Sterne in Gesicht! Beim Origami-Friedenstauben basteln in der Halle Münsterland kamen interessante Gespräche zu Stande und Eure Wünsche für Europa wurden bei einer erfolgreichen Fotoaktion sowie auf einer Bodenzeitung festgehalten. Wer Verkleidungen mag konnte sich bei einer weiteren Fotoaktion im schicken Europa-Dress ablichten lassen.

Als weitere Highlights der beiden Tage sind in jedem Fall die Flashmobs auf dem Prinzipalmarkt sowie auf dem Vorplatz der Halle Münsterland zu nennen. Gemeinsam sangen wir dabei die Odé an die Freude mit musikalischer Begleitung und konnten viele umstehende Menschen zum Mitsingen animieren.

Nach drei sehr intensiven Tagen auf dem Deutschen Katholikentag sowie vielen Wochen gemeinsamer Vorbereitung schauen die Europa-Union Deutschland und die Jungen Europäischen Föderalisten Deutschland auf eine erfolgreiche Kooperation zurück! Ein riesiges Dankeschön allen ehrenamtlichen Helfer*innen, die unser vielfältiges Europaangebot möglich gemacht haben, dem Team des Katholikentags für die erfolgreiche Zusammenarbeit und allen Besucher*innen fürs Mitmachen, Mitsingen und Mitdiskutieren!

Fotos von Straßenaktionen und Europacafé findet ihr unter facebook.com/JEFmuenster und facebook.com/JEF.de

Die anwesenden Expert*innen sowie Damen und Herren Abgeordnete beim Europa-Café waren:
Sven Giegold (MdEP Grüne), Evenyne Gebhardt (MdEP SPD), Dr. Clemens Ladenburger (Zentralkomitee der deutschen Katholiken), Carina Gödecke (MdL SPD), Mathias Oel (Europäische Kommission), Elmar Brock (MdEP CDU), Kerstin Düsch (Katholisches Büro Berlin), Dr. Elke Tießler-Marenda (Caritas), Stefan Lunte (Justitia et Pax Europe), Peter Liese (MdEP CDU), Rebecca Harms (MdEP Grüne), David McAllister (MdEP CDU), Arne Lietz (MdEP SPD), Daniel Legutke und Dr. Jörg Lüer (beide Justitia et Pax BRD)

Die Moderation der Thementische übernahmen:
Dr. Linn Selle, Manuel Gath, Sebastian Gröning-von Thüna, Heinz-Wilhelm Schaumann und Christian Moos

JEF Münster 4 Europe

Am Sonntag, den 06. Mai 2018 organisierten wir im Historischen Rathaus Münster zusammen mit der Stadt Münster und anderen europapolitischen Akteuren ein buntes europäisches Programm. Anlass für die Veranstaltung mit dem Titel „Münster4Europe“ war die Europawoche.

Aus vielen kleineren Programmpunkten setzte sich der Nachmittag des 06. Mai 2018 zusammen – alles natürlich im Zeichen Europas. Bei der Eröffnungveranstaltung im Festsaal des Stadtweinhauses machte, nach einem Grußwort von Bürgermeister Gerhard Joksch, der Europaabgeordnete Dr. Markus Pieper die Vorteile eines vereinten Europas anschaulich deutlich. Joris Duffner, Vorsitzender der JEF Münster, betonte zudem die herausragende Bedeutung des pro-europäischen Ehrenamtes in Münster. Musikalische Untermalung bot des Bläserensemble blechgewand(t).

Hiernach starteten die einzelnen Programmpunkte, für die sich neben den JEF und der Europa-Union auch Pulse of Europe, Visionen für Europa, das Pascalgymnasium Münster, ERASMUS e.V. und das Europe Direct Steinfurt verantwortlich zeigten.

Den Auftakt machte dabei die Kundgebung von Pulse of Europe direkt vor dem Historischen Rathaus. Bei strahlendem Sonnenschein konnten die Teilnehmer hierbei am offenen Mikrofon ihre Gedanken zu Europa loswerden.

Um 15 Uhr begannen die von den JEF Münster organisierten Kurzvorträge aus verschienenen akademischen Fachbereichen. Dr. Matthias Freise vom Institut für Politikwissenschaft referierte über den Brexit, seine Ursachen und Folgen. Dr. Nils Bock vom Historischen Seminar befasste sich unter dem Titel „Europa-Visionen?“ mit föderalen Entwürfen einer politischen Ordnung im Mittelalter. Die belgische Sprachpolitik wurde unter der Fragestellung „Ein Labor für Europa?“ von Prof. de Vogelaer unter die Lupe genommen und Dr. Hannah Lorenz vom Institut für Kommunikationswissenschaft berichtete von Brüsseler Agenturjournalisten als „Agents of Europeanization“. Kurzum: Für jedes Interesse war etwas dabei!

Weitere Programmpunkte waren unter anderem eine kostenfreie Stadtführung „Münster und Europa“ organisiert von Stadtlupe e.V., eine Führung in der Ausstellung „Frieden.Europa“ im Stadtmuseum Münster und die Ausstellung „Faces of ERASMUS“ von Erasmus e.V.

Zum Abschluss konnte die Impro-Theatergruppe placebotheater mit einer Vorstellung unter dem Motto „Freude schöner Improfunken“ mehr als einige Lacher erzeugen.

Begleitet wurden alle Aktionen von Ständen aller Akteure im Foyer des Stadtweinhauses, bei denen sich alle Interessierten mit Infomaterial eindecken konnten – der Renner waren, wie könnte es in Münster anders sein – die JEF-Sattelschoner.

Wir möchten uns an dieser Stelle nochmals herzlich bei der Stadt Münster und allen beteiligten Akteuren für die gelungene Kooperation bedanken.

Themenstammtisch „Ungarn“

„Das Pochen auf die eigene nationale Identität, und ein Bekenntnis zu Europa – das sind für die Ungarn zwei Seiten einer Medaille!“ – Gerhard Papke war zu Besuch bei unserem Stammtisch!

An unserem Stammtisch haben wir mit Gerhard Papke von der deutsch-ungarischen Gesellschaft über europäische Identität, kulturelle Unterschiede bei der Wahrnehmung europäischer Integration und die aktuellen Entwicklungen in Ungarn diskutiert. Wir sind inspiriert und begeistert von diesem tollen Abend, der uns allen neue Sichtweisen und Wissen gebracht hat.

Das Format wird also auf jeden Fall wiederholt! Danke nochmal an das Café DiMi für den tollen Abend und die Unterstützung.

“Open the border – open your minds“

Am 22. April organisierten wir mit JEF Enschede die „European Border Party“ an der deutsch-niederländischen Grenze bei Enschede und Gronau. Lest hier den englischsprachigen Bericht von unserem Mitglied Sara Stachelhaus, die Vorsitzende und Mitbegründerin der JEF Enschede ist.

“Open the border – open your minds“ was one of the slogans of the banners that could be read when passing across the Dutch-German border in Glanerbrug on the 22nd of April. The cheerful crowd holding these banners consisted of young Europeans, or to be more precise, the Young European Federalists. United in the goal of having a federal Europe, they were celebrating Dutch-German friendship and open borders. 

Even though the border is barely noticeable in Glanerbrug, border protection has increased in many other intra-European countries. With their posters, flags and banners, the Young European Federalists sought to raise awareness for that issue, as well as the issue of mental borders manifested in rising nationalism and prejudices of all kind. 

The “European Border Party” was hosted by JEF Enschede and JEF Münster with the aim of bringing European citizens closer together and to invite to build up intercultural friendships. It certainly worked on Sunday, when JEFer from all over Europe used the event to meet each other and to discuss European politics. Besides German JEFer and JEF sections from Münster, Osnabrück and Cologne, JEF Netherlands was presented by the sections Amsterdam, Enschede, Maastricht and Nijmegen. Especially the latter, Nijmegen, which was officially founded just a week earlier, impressed the other sections with a high number of attendees. All in all, among the around 40 students from Dutch and German JEF sections were students from many other European countries whose culinary skills made the European picnic and barbecue truly diverse. After having eaten some Italian “Pasta al Forno” and learning how to play the German game “Flunkyball”, the day ended at the Oude Markt the Dutch way: with some Grolsch and Bitterballen.

Was macht Münster europäisch?

Die vielseitige Antwort lieferte Christiane Lösel, Büro für Internationales, Europa und Städtepartnerschaften der Stadt Münster, mit ihrem spannenden Vortrag am 17. April 2018 um 18:00 Uhr in der Volkshochschule. Veranstaltet wurde der Vortrag von der Europa-Union Münster sowie von der JEF Münster.

In seinem Grußwort stellte der Organisator der Veranstaltung Prof. Dr. Hein Hoebink heraus, dass wir Europa da suchen müssen, wo wir leben ­– im Alltag und in den Städten. All jenes, das in Brüssel beschlossen wird sei vor Ort spürbar, manchmal sei es uns nur nicht bewusst.

Zu Beginn ihres Vortrags machte Christiane Lösel deutlich, warum sich die Stadt Münster mit Europa beschäftigt: Zunächst habe die Friedensstadt Münster eine historische Verantwortung gegenüber der Völkerverständigung durch Dialog und der europäischen Integration. Diese müsse aufrechterhalten und in der Bürgerschaft, dem Stadtrat und ebenso in der Verwaltung gelebt werden. Auch das Europäische Kulturerbesiegel, mit dem die Rathäuser von Münster und Osnabrück 2015 ausgezeichnet wurden, bringe auf angenehme Weise Verpflichtungen und Anreize mit sich.

Ferner ermöglichen die europäischen Förderprogramme die Umsetzung vieler umfangreicher Projekte, die das Leben und auch das Stadtbild prägen. Nach Einschätzung von Frau Lösel ist die Stadt bei der Inanspruchnahme von Fördergeldern zwar gut aufgestellt, es gibt allerdings noch viel Potential. Aus diesem Grund ist vor Kurzem eine Kollegin für das Fördermittelmanagement eingestellt worden. Der Anreiz aufkommende Kosten nicht allein finanzieren zu müssen, sei eine besondere Motivation dafür von der Stadt entwickelten Projektideen tatsächlich umzusetzen. Besonders interessant an diesem Aspekt ist wohl die Tatsache, dass die Europäische Union ihre strategischen Ziele und zukunftsorientierten Ansätze auch durch die Vergabe von themenbezogenen Fördergeldern erreiche. Eben, weil auch die Kommunen sich durch die geförderten Projekte um die Etablierung vor Ort kümmern.

Des Weiteren sorgen die 160 in Münster lebenden Nationalitäten für europäische oder vielmehr interkulturelle Vielfalt. Diese macht es notwendig, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung über interkulturelle und sprachliche Kompetenzen verfügen. Eine entsprechende Maßnahme sei dabei die Möglichkeit, für einige Wochen den Arbeitsplatz mit Kolleg*innen aus dem Ausland zu tauschen und neue Erfahrungen zu sammeln.

Der teilweise rege Austausch zwischen Münster und jenen Städten, mit denen seit Jahrzehnten Partnerschaften, Freundschaften oder Patenschaften bestehen, sorge ebenso dafür, dass die Verwaltung sich weiterentwickeln und gut funktionierende Ansätze adaptieren kann. Für jede Städtepartnerschaft gibt es in Münster einen eigenen Verein, der diese pflegt und die europäische Integration so in der Bürgerschaft verankert. Darüber hinaus spielen verschiedenen Netzwerke, beispielsweise Cities4Europe, eine große Rolle für wechselseitigen Austausch und Unterstützung. Cities4Europe biete den Mitgliedsstädten (ab 250.000 Einwohner*innen) die Möglichkeit, gemeinsame Interessen gegenüber den Institutionen der Europäischen Union zu artikulieren und Stellung zu politischen Entscheidungen zu nehmen.

Wenngleich Enschede keine offizielle Partnerstadt sei, gäbe es einen sehr engen Kontakt zwischen den Oberbürgermeistern und den Verwaltungsmitarbeitern. In diesem Fall gehe es insbesondere darum, die Grenze als Barriere abzubauen und beispielsweise einen funktionierenden grenzüberschreitenden Arbeitsmarkt zu schaffen.

Natürlich sei die Verwaltung auch durch europäische Richtlinien und Verordnungen geprägt. Dabei müsse aber hervorgehoben werden, dass das deutsche Recht vielmals komplizierter sei als das europäische und etwaige Schwierigkeiten meist daher rührten. Beispiele dafür sind der Europäische Führerschein, die Verwaltung von Gewässern und Abwässern, die Geh- und Radwegeplanung u.v.m.

Zum Abschluss des Vortrags lobte Frau Lösel das Engagement der starken, pro-europäischen Akteure in Münster. Neben JEF und Europa-Union seien auch Pulse of Europe und Visionen für Europa wichtige Organisationen, welche die europäische Integration für die Bürgerschaft erlebbar machen und zur Teilhabe anregen.

Der spannende Vortrag von Christiane Lösel zeigte viele verschiedene Aspekte auf, die verdeutlichen, dass Europa vor Ort in den Städten stattfindet und spürbar wird, wenn wir genauer hinsehen und hinhören!

An dieser Stelle möchten wir uns nochmals herzlich bei Frau Lösel bedanken – für ihren Vortrag und die tolle Zusammenarbeit bei vielen vergangenen und aktuellen Projekten!

Bulgariens Botschafter steht Rede und Antwort

Am 12.04.2018 lud die Staatskanzlei des Landes NRW zur Veranstaltung „Halbzeitbilanz der bulgarischen Ratspräsidentschaft“. Gastgeber Minister Dr. Holthoff-Pförtner konnte dort nicht nur den bulgarischen Botschafter begrüßen, sondern auch eine Delegation der JEF.

Alle sechs Monate schlüpft ein anderer Mitgliedstaat in die Rolle des EU-Ratspräsidenten. Die Staatskanzlei des Landes NRW hat in den vergangenen Jahren die schöne Tradition etabliert, zur Halbzeit der jeweiligen Ratspräsidentschaft einen Vertreter des amtierenden Mitgliedsstaates einzuladen, um gemeinsam die ersten Monate in der Verantwortung Revue passieren zu lassen.

Zur Diskussion der bulgarischen Ratspräsidentschaft geladen war seine Exzellenz Radi Naidenov, bulgarischer Botschafter in Deutschland. Nach einer Begrüßung durch Minister Dr. Holthoff-Pförtner gewährte s.E. Herr Naidenov den zahlreichen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft einen spannenden Einblick in die bulgarische Perspektive auf die Europäische Union. So fand er durchaus einige mahnende Worte, die den möglichen Beitritt Bulgariens zur Euro-Zone betreffen: Sein Land habe in den letzten Jahren hart an sich gearbeitet, um alle Kriterien erfüllen zu können, und es könne sich leicht Ungeduld in der Bevölkerung breit machen, wenn man das Gefühl bekomme dass all die Bemühungen keine Früchte tragen. Der Tenor seiner Ansprache war jedoch ein durchweg positiver. Er und sein Land glaubten fest an das Motto der bulgarischen Ratspräsidentschaft „Einigkeit macht stark!“ und er sei der Überzeugung, dass die EU die einmalige Chance berge, gemeinsam den Herausforderung des globalisierten Zeitalters Herr zu werden. Auch wenn er mit einem zwinkernden Auge eingestand, dass es ja „zu seinen Aufgaben gehöre, Bulgarien zu loben“, so tue er dies dennoch gerne und mit einem guten Gewissen: Die ersten Monate der Bulgarischen Ratspräsidentschaft zeugten von engagiertem Einsatz für ein gemeinsames Europa. 

Im Anschluss an die Rede des Botschafters gab es für die interessierten Gäste noch die Gelegenheit, Fragen loszuwerden und schließlich den Abend bei bulgarischem Fingerfood und gutem Wein ausklingen zu lassen. 

Wir freuen uns sehr, dass wir nun schon zum wiederholten Male zu Gast in der Staatskanzlei sein durften und bedanken uns herzlich für die Einladung.

Erstsemesterbegrüßung

Die JEF Köln stellt sich den neuen Studentinnen und Studenten der Uni Köln vor.

Heute haben wir die neuen Studentinnen und Studenten der Uni Köln begrüßt und die JEF insgesamt sowie den Kreisverband Köln vorgestellt. Wir konnten interessante Gespräche führen und unsere Begeisterung für Europa zeigen.

Seid ihr gerade in Köln angekommen? Interessiert ihr euch für Europa? Sucht ihr Anschluss? Dann kommt zu uns!