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Jährliche Mitgliederversammlung des Kreisverbandes Münster

Nach einem erfolgreichen Jahr mit unzähligen Veranstaltungen, vielen neuen Mitgliedern und voranschreitender Professionalisierung unseres Verbandes stellte die jährliche Kreismitgliederversammlung am vergangen Sonntag den perfekten Rahmen um das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen sowie Vorfreude auf die nächsten 12 Monate im KV Münster zu machen.

Trotz des sonnigen Wetters und dem (europäischen) WM-Finale am Nachmittag, erschien eine große Anzahl von JEFerinnen und JEFern aus dem Kreisverband Münster, als auch aus benachbarten Kreisverbänden und dem Landesvorstand im Institut für Soziologie, dessen Räumlichkeiten uns freundlicherweise von Dr. Marko Heyse, dem Vorstandsvorsitzenden unseres Dachverbandes Europa-Union, zu Verfügung gestellt wurde.

Während des Berichts des Vorstandes über das vergangene Jahr wurde das umfangreiche Engagement unseres Kreisverbandes und die tolle Arbeit des Vorstandes deutlich. Nicht nur die wöchentlichen Stammtische, das Discuss-Europe Format und Veranstaltungen wie das Running Dinner goes Europe und unsere Simulation des Europäischen Parlaments bildeten ein diverses und abwechslungsreiches JEF-Jahr 2017/2018, auch gut besuchte Termine wie unsere Podiumsdiskussionen „Der Europa-politische Wahl-O-Mat“ oder „Brüsseler Technokratie? Baustelle Europäische Demokratie“ konnten als voller Erfolg verbucht werden.

Dem Vorstand sei an dieser Stelle erneut für seine Motivation und Arbeit gedankt. Neben Studium und Beruf ehrenamtlich ein solches Jahr zu gestalten bedarf viel Aufwand und Organisationskraft, die ihr mit Freude aufgebracht habt.

Doch auch der Blick nach vorne ist ein unabdingbarer Bestandteil einer Kreismitgliederversammlung. Aufgrund von persönlicher Veränderungen und Auslandsaufenthalten zeichnete sich bei den Wahlen des Vorstandes für das kommende Jahr ein Umbruch in der Vorstandsstruktur ab. Bis auf den Vorsitzenden wurden hierbei alle Positionen neu besetzt. 

Joris Duffner wurde nach einem, wie zuvor erwähnt, erfolgreichem Jahr erneut als Vorstandsvorsitzender bestätigt und teilt sich nun mit Carolin Mues als Vorstandsvorsitzender die Arbeit an der Spitze des Vorstandes. Beide wurden mit 100% der Stimmen einstimmig gewählt. Im Bereich Inhalt wird nun Marlon Hilden in Zusammenarbeit mit Jette Steder und Johannes Kühle neue Akzente setzen. Malin Roppel übernimmt den Aufgabenbereich der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, während Kira Schuck als neue Schatzmeisterin gewählt wurde. Die Simulation des Europäischen Parlaments wird künftig von Emily Jürgens und Christopher Hirtsiefer organisiert. Mit Jan Spitzer als Beisitzer konnte der Vorstand ein weiteres Mitglied dazugewinnen. 

Einen erfolgreichen Abschluss der Mitgliederversammlung bildete letztendlich die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem von der Arbeitsgemeinschaft Inhalt erarbeiteten Antrag zur Europäischen Sozialunion, der nach ausführlichem Diskurs nun dem Bundeskongress vorgelegt wird.  

„Brüsseler Technokratie?! Baustelle Europäische Demokratie“

Im Zuge der Diskussion, wo das Projekt Europa hinführt, ist die Problematik der europäischen Demokratie zentral. Die EU sieht sich regelmäßig mit dem Vorwurf des Demokratiedefizits konfrontiert. Am 26.06.2018 hat sich Prof. Sydow auf Einladung der JEF Münster hin kritisch mit dem Thema auseinandergesetzt und im Anschluss gemeinsam mit dem Publikum über die Problematik diskutiert.

Auch wenn die die Wahl des Europäischen Parlaments erst im nächsten Mai ansteht, haben die JEF Münster bereits jetzt die Strukturen der europäischen Demokratie hinterfragt. Am vergangenen Dienstag, den 26. Juni 2018 fand der Discuss-Europe-Stammtisch „Brüsseler Technokratie?! Baustelle Europäische Demokratie“ in Münsters Fürstenberghaus statt.

Als Redner war Prof. Dr. Gernot Sydow, Direktor des Instituts für europäisches Verwaltungsrecht, eingeladen. In einem kurzweiligen Vortrag hinterfragte er den Vorwurf des Demokratiedefizits in der Europäischen Union und setzte sich mit einzelnen Punkten, die zur Rechtfertigung dieses Vorwurfs angeführt werden, kritisch auseinander. So stellte er beispielsweise fest, dass das Fehlen einer europäischen Öffentlichkeit zu einem größeren Problem gemacht, als es tatsächlich sei. Der politische Austausch zwischen Bürgern innerhalb eines Staates werde, so Sydow, durch soziale Differenzen noch intensiver eingeschränkt als dies nationale Grenzen im europäischen Diskurs zu tun vermögen.

Klar, dass der Vortrag auf einer Veranstaltung der Jungen Europäischen Föderalisten nicht undiskutiert bleiben konnte. Eine Vielzahl an Nachfragen und inhaltliche Äußerungen aus dem Publikum ermöglichten das Zustandekommen einer vielseitigen und lebhaften Diskussion, die spannende Gedankengänge anstieß und bereichernde Erkenntnisse hervorbrachte.

Unser Dank gilt Prof. Sydow für den anregenden Vortrag, sowie allen Gästen der Veranstaltung für ihr Interesse und die klugen Wortbeiträge.

Überwältigend: 400 Kochbegeisterte machen das Event zum vollen Erfolg!

Die dritte Auflage des beliebten Running Dinner goes Europe bot einige Überraschungen. Mit 200 angemeldeten Teams wurden nicht nur unsere Erwartungen übertroffen, vielmehr ermöglichte es auch eine kleine Aftershow-Party in der Gazelle. Bei Speisen, Getränken und Musik aus ganz Europa verbrachten knapp 400 Kochbegeisterte einen ausgelassenen Abend. So zeigte sich erneut, dass verschiedene kulturelle Einflüsse die Menschen neugierig machen und zusammenbringen können!

Das generelle Konzept war auch beim Running Dinner goes Europe 3.0 klar: Ein Team aus zwei Personen kocht zusammen einen Gang (z.B. die Vorspeise), zum Essen kommen dann zwei weitere Teams dazu. Nach dem ersten Gang gehen alle auseinander, um den Hauptgang bei einem anderen Team zu sich zu nehmen, mit einem weiteren unbekannten Team und beim Nachtisch wiederholt sich das Ganze. Am Ende des Abends ist jedes Team einmal Gastgeber und zweimal Gast gewesen, hat drei leckere Mahlzeiten gegessen und sechs andere Teams kennengelernt. Wie in den zwei Ausgaben zuvor wurde jedem Team ein europäisches Land zugeteilt, um ein landestypisches Gericht zu zaubern, einen klassischen Umtrunk anzubieten und den Essplatz mit passender Dekoration herzurichten.  

Es wurde gelacht, getrunken und natürlich viel und lecker gegessen. Dabei waren die Teilnehmenden vor allem von der Vielfalt, die durch die Verteilung der europäischen Staaten entstand, begeistert. Man merkte, dass sich alle mit ihrem Land auseinandergesetzt hatten. Dies zeigte sich nicht nur bei Speisen und Getränken, sondern auch bei der musikalischen Untermalung. Einige Teams dachten sich sogar ein kleines Quiz zu ihrem Land aus. Natürlich wurde auch von der JEF berichtet, viele Teilnehmende hatten das Event auf Facebook entdeckt und informierten sich am Abend bei unseren Mitgliedern über die Organisation und unsere weiteren Aktivitäten.

Erstmals gab es aufgrund der vielen Teilnehmenden auch eine Aftershow-Party in der Gazelle. Bei ausgelassener Stimmung wurde getanzt, der Austausch unter den Teams fortgeführt und der ein oder andere Drink verköstigt. 

Das Running Dinner goes Europe ist und bleibt auch in der dritten Runde eine fantastische Veranstaltung bei der JEF Mitglieder und Interessierte zusammen kommen. Den großen Erfolg des Formats verdanken wir unseren leidenschaftlichen Organisatorinnen Carolin Mues und Pia Wirtz! 

Das nächste Running Dinner wird voraussichtlich im Wintersemester 2018/19 stattfinden. Aktuelle Informationen dazu findet ihr rechtzeitig auf der Website und auf unserer Facebook-Seite. Bis dahin, bleibt neugierig auf europäische Kulturen und probiert mal wieder ein neues Rezept aus! #jefspirit #cookingforeurope #cheerstoeurope

Gründung des Kreisverbands Bielefeld-Gütersloh

Nach fleißigen Vorbereitungen in den letzten Wochen fand am Freitag, 08.06.2018, die konstituierende Sitzung der JEF Bielefeld-Gütersloh statt. Die einstimmig gewählten Mitglieder des Vorstandes sammeln jetzt fleißig Ideen und Anregungen für die kommenden Monate.

Die Jungen Europäischen Föderalisten Bielefeld-Gütersloh haben sich mit 17 Teilnehmenden zur ersten konstituierenden Sitzung in der Weberei in Gütersloh getroffen. Der vorgeschlagene Vorstand wurde von 11 Stimmberechtigten einstimmig gewählt.

Der ehemalige JEF Bundesvorsitzende und jetziger stellvertretende Vorsitzende der Europa Union NRW David Schrock betonte in seinen Grußworten, dass die offene Diskussionskultur und der Zusammenhalt trotz unterschiedlicher Hintergründe bei den Jungen Europäern besonders ist und der Verein damit auch attraktiv für bislang unpolitische Jugendliche ist: „Jeder kann mitmachen und oft finden Jugendliche über die JEF zu ihren politischen Meinungen.“

Die JEF Bielefeld-Gütersloh stellen sich mit einer Doppelspitze auf. Sarah Bohnke und Robert Peter teilen sich den ersten Vorsitz des Vorstandes. Die stellvertretenden Vorsitzenden sind Gary Bartels, Nadine Jetter und Denny Meyer. Zum Schatzmeister wurde Anthony Masaki gewählt. Den Beisitz übernehmen Julian Bracht, David Embgen, Finn-Ole Peters und Poul Schulte-Frankenfeld und komplettieren damit den Vorstand.

Vom aktuellen Bundesvorstand der JEF war die gebürtige Bielefelderin Pia Schulte anwesend, die die nächsten Monate auch vor Ort begleiten wird. Jan Nübel und Sonja Ebbing vertraten den Landesvorstand und gaben hilfreiche Tipps für den Start in den Alltag.
Mit wöchentlichen Stammtischen will die JEF Bielefeld-Gütersloh ein konstantes Angebot schaffen, um über Europa ins Gespräch zu kommen. Das erste Treffen findet am 19. Juni um 19:00 Uhr in der Weberei in Gütersloh statt und alle Interessierten sind eingeladen vorbeizukommen.

„Jetzt geht es los! Wir wollen die jungen Menschen vor Ort für Europa begeistern und für die Europawahl mobilisieren.“, ruft Sarah Bohnke die ersten Ziele aus.
„Wir brauchen eine Antwort auf die aktuelle Situation in Europa und die Bereitschaft der Bundesrepublik die EU weiterzuentwickeln und zu stärken. Wir fangen in Ostwestfalen damit an!“, bilanziert Robert Peter.

Veranstaltung „Gleichstellung von Frau und Mann – und was die EU dafür tut“

Am Donnerstag, den 7. Juni 2018 hat die JEF Bonn gemeinsam mit dem Deutschen Juristinnenbund eine Veranstaltung zum Thema „Gleichstellung von Frau und Mann – und was die EU dafür tut“ in den Räumlichkeiten der Regionalvertretung der Europäischen Kommission in Bonn ausgerichtet.

Frau Professorin Ulrike Lembke (FernUniversität in Hagen) spiegelte die rechtlichen und institutionellen Rahmenbedingungen für europäische Gleichstellungspolitik und erläuterte diese anhand von grundlegenden und aktuellen Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofes. Hieran lassen sich, aus der Sicht der JEF Bonn, ganz allgemein die Arbeitsweise der Europäischen Union insgesamt und ihre Wirkweise in den Mitgliedstaaten erklären.

Aus diesem Grund war die Veranstaltung der JEF Bonn ein besonderes Anliegen. Frau Professorin Lembke zeigte in ihrem Impulsreferat auf, dass europäische Gleichstellungspolitik in wesentlichen Teilen Beschäftigungspolitik ist. Der JEF Bonn zufolge haben gerade deswegen die fortschrittlichen europäischen Konzepte einen direkten Einfluss auf das tägliche Leben der Europäer und Europäerinnen. Frau Professorin Lembke erhob den Befund, dass die europäische Gleichstellungspolitik bereits seit mehr als einem Jahrzehnt in der Krise sei.

Dies ist ihrer Ansicht nach auf die Wirtschaftskrise und das in dieser Folge Erstarken von rechtspopulistischen Parteien zurückzuführen. Frau Professorin Lembke legte dar, dass die EU in Sachen Gleichstellung inzwischen eine defensive Haltung angenommen habe und ihren innovativen Kurs nicht weiterführt, was von ihrer Seite sehr bedauert wird.  Besonders kritisch sieht Frau Professorin Lembke die Rolle der Bundesrepublik Deutschland bei der EU in Gleichstellungsfragen. Die Bundesrepublik verhindert laut Lembke die wichtige Richtlinien, namentlich die horizontale Antidiskriminierungs- Richtlinie sowie die Aufsichtsrätinnen-Richtlinie. Die JEF Bonn blickt auf eine spannende und interaktive Veranstaltung zurück.

Unser Dank gilt in erster Linie dem Deutschen Juristinnenbund für die gute Zusammenarbeit und die erfolgreiche Veranstaltung. Außerdem danken wir unserem Dachverband, der Europa-Union Bonn/Rhein-Sieg für die Unterstützung.

Planspiel-Seminar in Hamburg

Am letzten Wochenende liehen wir ausnahmsweise unsere stellvertretende Vorsitzende an andere Landesverbände aus. Im schönen Hamburg trafen sich die JEF Bremen, JEF Niedersachsen, JEF und Europa-Union Hamburg, um sich von Nora Rijneveen die nötigen Kenntnisse für eigene SimEPs zu holen.

Ganze sieben Stunden tagten die Seminarteilnehmer im Jugend- und Kulturzentrum Stintfang an den Landungsbrücken, obwohl draußen herrliches Wetter herrschte. Um 10 Uhr ging es zunächst mit einer Vorstellung der NRW-SimEP los, anschließend folgte ein Crashkurs in Rahmenbedingungen und Ausgestaltungsmöglichkeiten, bevor dann nacheinander alles zu den Themen Materialien, Teilnehmer, Betreuung und Ausstattung besprochen wurde. Dabei wechselten sich gemeinsame Brainstormings mit Kleingruppenarbeit sowie Frage- und Antwortrunden ab.
How-To-SimEP an einem Tag
Das Ende des Seminars bildete ein Block über zeitliche Planung der Planspiele, um die Neueinsteiger nicht mit der Vielzahl an Aufgaben zu überfordern und Ordnung in das Gedankenchaos zu bringen. Die Landesverbände werden sich laut eigener Aussage nun an die ersten Schritte wagen, sodass wir hoffentlich im nächsten Jahr von den ersten Planspielen hören werden.
 
Alster an der Alster
Am Abend bildete ein gemeinsames Essen im St.-Georg-Viertel den Ausklang des Tages, natürlich auch mit einem schönen Alsterwasser in der Nähe des gleichnamigen Gewässers. Für die anstehenden Monate wünschen wir allen Seminarteilnehmern viel Erfolg bei der Planung und hoffen auf weiteren anregenden Austausch: „In Hamburg sagt man Tschüß, das heißt auf Wiedersehen!“

Gesellschaftspolitische Debatten und Festivalstimmung – die europäische Jugend auf dem EYE 2018

Kaum zu glauben und doch waren rund 300 JEF Mitglieder aus ganz Europa unter den mehr als 9.000 Teilnehmenden des European Youth Events, das am ersten Juni-Wochenende in Straßburg stattfand. Für uns hielt das vielfältige Programm des Europäischen Jugendevents, was es versprochen hatte: Zwischen Workshops und Debatten, ausprobieren und ausarbeiten, zwischen Ernsthaftigkeit und Meinungsbildung, fand die europäische Jugend bei (Koch-)Kunst, Kultur und Emotionen zusammen.

Das European Youth Event am 1. & 2. Juni 2018 lockte viele JEFerinnen und JEFer nach Straßburg, um gesellschaftspolitische Fragen zu bearbeiten und Ideen auszuarbeiten, die Zukunft der europäischen Integration mitzugestalten und natürlich um Kontakte zu interessanten, jungen Menschen aus aller Welt zu knüpfen!

Das Programmangebot war sehr vielseitig und bot neben verdolmetschten Debatten im Plenarsaal, auch Workshops, Gruppendiskussionen, Rollenspiele, Ideenlabore und vieles mehr in Räumen des Europäischen Parlaments. Auch auf dem Gelände des YO! Fest (Young Opinion Festival) kamen die Teilnehmenden zusammen, um in themenbezogenen Zelten zu diskutieren und Ideen auszuarbeiten. Neben der inhaltlichen Auseinandersetzung mit gesellschaftspolitischen Fragestellungen, bereicherten Schauspiel, artistische und tänzerische Darbietungen sowie Musik und Gesang die Veranstaltung. Dabei hatten die jungen Erwachsenen die Möglichkeit das Programm im Vorfeld mitzugestalten. So kam es, dass mehrere Workshops u.a. von deutschen JEF Mitgliedern konzipiert, angemeldet und dann unter reger Beteiligung durchgeführt wurden.

Natürlich blieb genug Zeit, um das wunderschöne Straßburg zu erkunden, u.a. die vielen JEFer*innen aus ganz Europa kennen zu lernen und bei ausgelassener Stimmung zu feiern. Am Freitagabend luden dazu Konzerte von Bands und DJ ein, indes am Samstagabend am Flussufer ein großes Open-Air-Kino veranstaltet wurde.

Nach intensiven Tagen in Straßburg fallen den Teilnehmenden aus Münster einige Aspekte ein, die sie besonders begeistert haben: Eindrucksvoll war für Carolin und Jette die Atmosphäre im Hemicycle des Europäischen Parlaments, insbesondere während der Abschlusssitzung, die von Laolawellen eingeleitet wurde. Der persönliche Austausch mit so vielen Europäer*innen, bleibt Laura im Gedächtnis. Für Markus war das super offene und tolerante Verhältnis zwischen den Teilnehmenden aus verschiedensten Ländern und der Spirit der dabei entstanden ist prägend. Die Offenheit der Menschen und die Vernetzungsmöglichkeiten waren auch für Paulina wichtig. Svea hebt hervor, dass weniger die Unterschiede, sondern vielmehr unsere verbindenden Interessen und Gemeinsamkeiten im Fokus standen. Genau wie Isabelle nimmt sie die Botschaft mit, dass wir alle etwas innerhalb der Europäischen Union bewirken können und dies gemeinsam tun. Nicht zuletzt sind Teresa und Lena sich einig, dass auch die Möglichkeit gemeinsam zu tanzen und ausgelassen zu feiern die Menschen zusammengebracht haben.

Das umfangreiche und diverse Programm ermöglichte uns also den kulturellen und zwischenmenschlichen Austausch und machte das Motto »United in Diversity« einmal mehr erlebbar! Wir fahren auch bei der nächsten Gelegenheit zum European Youth Event und zum YO! Fest – das steht fest!

Eindrücke in Bild und Ton findet ihr unter anderem hier:

Das European Youth Event wird vom Europäischen Parlament ausgerichtet und findet alle zwei Jahre in Straßburg statt. Es stellt eine weitere Möglichkeit für die europäische Bürgerschaft – insbesondere für Jugendliche und junge Erwachsene – dar, sich und ihren Vorstellungen von der Zukunft Europas Gehör zu verschaffen. Anmeldungen zum EYE erfolgen als Gruppe, die gewünschten Aktivitäten im Laufe der zweitägigen Veranstaltung suchen sich die Teilnehmenden nach individuellen Interessen selbst aus.

Mehr Informationen findest du auf der Website des Europäischen Parlaments.

»Euro-(T)raum(a): Über die Zukunft einer Währung«

Wie ein Gewitter brach die Eurokrise über die Währungsunion herein – während in NRW starke Unwetter herrschten, ging es bei unserer gestrigen Diskussionsveranstaltung zur Lage und Zukunft der Euro-Zone heiß her. Gemeinsam mit der Initiative für plurale Ökonomik Münster hatte die JEF drei Diskutanten auf das Podium geladen, die sich in ihren Lösungsansätzen deutlich voneinander unterschieden.

Für einige Zeit ist es ruhig geworden um die Entwicklung der Euro-Zone. Doch im Zuge der aktuellen Diskussion über die Zukunft der europäischen Integration gerät auch die Währungsunion wieder in den Fokus. Gemeinsam mit der Initiative Plurale Ökonomik der WWU veranstalten die JEF Münster am gestrigen Dienstag, den 29. Mai 2018 eine Podiumsdiskussion mit dem Titel »Euro-(T)raum(a): Über die Zukunft einer Währung«.

Als Diskutanten dabei waren Prof. Dr. Alexander Dilger (Professor am Institut für Organisationsökonomik der WWU), Dr. Andrew Watt (Referatsleiter am Institut für Makroökonomie und Konjunktur der Hans-Böckler-Stiftung) und Felix Hoch (Vorsitzender der Pro Europäischen Partei).

Vor einem sehr diversen Publikum, das seinerseits viele Fragen stellte, sprachen die Diskutanten über die Lage und Zukunft der europäischen Währungs- und Wirtschaftsunion. Während sich bei den Analysen der Schwierigkeiten des Euro einige Schnittmengen zeigten, wurden auf dem Podium drei unterschiedliche Problemlösungen vorgeschlagen. Laut Dilger sei der Euro gescheitert, weshalb er für eine Renationalisierung der Währungen plädierte. Verschiedene, souveräne Staaten bräuchten getrennte Währungen und bei der Europäischen Union handle es sich nicht um einen Staat. Wenngleich auch Hoch die Fehlkonstruktionen des Euro aufzeigte, sprach er sich für eine Korrektur dieser aus: Die Einteilung der Währungsunion in fünf kleinere, homogenere Währungsgruppen sei ein ökonomisch sinnvollerer und gangbarer Weg. Watt stellte heraus, dass man bei aller berechtigten Kritik die geopolitische Dimension nicht vergessen dürfe. Eine gemeinsame Währung sei auch ein Mittel, mit dem die europäischen Länder sich in der Welt behaupten könnten. Er betonte, dass die Europäische Union wesentlich stärker integriert werden müsse, um eine stabile Währung zu erhalten.

Die Veranstaltung wurde von Lukas Uetz (JEF Münster) moderiert und mit einem inhaltlichen Input der Initiative für plurale Ökonomik eingeleitet. Mitschnitte der gesamten Diskussion werden auf der Facebookseite der Initiative bereitgestellt.

An dieser Stelle möchten wir uns nochmals bei den zahlreichen Gästen für ihr Interesse und die spannenden Wortbeiträge sowie Fragen bedanken.

Unser Dank gilt auch unseren Diskutanten auf dem Podium für eine angeregte Debatte und der Initiative für plurale Ökonomik Münster für die gute Zusammenarbeit!

ARD und ZDF – Zeigt uns das TV-Duell zur Europawahl 2019 zur Primetime!

In einem offenen Brief wenden sich die Jungen Europäischen Föderalisten Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit den JEF Deutschland und der Europa-Union Deutschland e.V. an den ARD-Vorsitzenden Ulrich Wilhelm, an den Intendanten des ZDF Thomas Bellut sowie an den Intendanten des WDR Tom Buhrow und bekräftigen unsere Forderung von 2014: Zeigt das TV-Duell der Spitzenkandidaten der Europawahl 2019 im öffentlich-rechtlichen Fernsehen – und zwar auf den Hauptsendern und zur besten Sendezeit!

Als öffentlich-rechtliche Sender haben die ARD und das ZDF im Vorfeld der Europawahl 2019 die Chance, aber auch die Verantwortung, mit einem solchen Fernsehduell europäische Geschichte zu schreiben. Dem WDR als starken Glied der ARD kommt dabei eine wichtige Position in der verbandlichen Diskussion innerhalb der ARD zu.

Sehr geehrter Herr ARD-Vorsitzender Wilhelm,
sehr geehrter Herr ZDF-Intendant Bellut,
sehr geehrte Intendanten und Intendantinnen der deutschen Landesrundfunkanstalten,

in einigen großen Demokratien weltweit werden TV-Duelle der Präsidentschaftskandidaten organisiert und auch in Deutschland übertragen. Der Eurovision Song Contest wird in ganz Europa und darüber hinaus auf allen wichtigen öffentlichen Kanälen zur Primetime gezeigt. ARD und ZDF erreichen in Deutschland zur Primetime ein Millionenpublikum und haben als öffentlich-rechtliche Sendeanstalten auch einen gesellschaftlichen Auftrag.

Deshalb sollten wir auch und erst recht die TV-Duelle der Spitzenkandidaten der Europawahl 2019 in den beiden größten öffentlich-rechtlichen Sendern und zur Primetime verfolgen können.

Diese Debatten zwischen den Kandidaten für das Amt des Europäischen Kommissionspräsidenten informieren die Wählerinnen und Wähler über die verschiedenen Programme und sind somit entscheidend für eine funktionierende Demokratie und hohe Wahlbeteiligung bei der Europawahl 2019. Sie werden dazu beitragen, die Kluft zwischen Politikerinnen, Politikern und Bürgerinnen und Bürgern zu überbrücken und es den Wählerinnen und Wählern ermöglichen, auf der Grundlage der Positionen der bei den Fernsehdebatten vorgestellten Kandidatinnen und Kandidaten eine fundierte Entscheidung zu treffen.

Ihre Initiative, 2014 ein TV-Duell mit den damaligen Spitzenkandidaten für das Amt des Präsidenten der Europäischen Kommission zu organisieren, war gut und richtig. Sie erreichte jedoch durch ihre begrenzte Reichweite nicht ihren Zweck, möglichst viele Bürgerinnen und Bürger in der EU und Deutschland anzusprechen und zu informieren, da sie nur auf Spartensendern und in der Hälfte der Mitgliedstaaten ausgestrahlt wurde.

Wir bekräftigen deshalb unsere Forderung nach TV-Duellen in ARD und ZDF, die bereits 2014 von 27.000 Menschen unterstützt wurde. Als öffentlich-rechtliche Sender haben Sie im Vorfeld der Europawahl 2019 die Chance, aber auch die Verantwortung, mit einem solchen Fernsehduell europäische Geschichte zu schreiben.

Es sind oft die kleine Schritte, die die europäische Demokratie stärken. Die Weichen für einen solchen kleinen Schritt können Sie jetzt stellen. Wir zählen auf Ihren Einsatz, die Europäische Union ihren Bürgerinnen und Bürgern wieder einen Schritt näher zu bringen!

Ihre

Jungen Europäischen Föderalisten Deutschland und Europa-Union Deutschland

Deutsch-Kosovarische Begegnung

Von Pristina bis nach Düsseldorf, nach Münster und wieder zurück. Vom 23.-29. Mai 2018 begrüßte die JEF NRW ihren Austauschpartner JEF Kosovo beziehungsweise 15 KosovarInnen in NRW. Vor ihnen eine ganze Woche voller Begegnungen, Diskussionen über EU-Integration, deutsches Zeitmanagement und kosovarischem Frohsinn, Altbier und albanischer Popsongs.

Erstmal alles auf Anfang.

It’s a match!

Das sogenannte Twinning-Programm der JEF Europe, unserem Dachverband auf europäischer Ebene, ermöglicht JEF-Sektionen aus allen Ländern sich kennenzulernen, gemeinsam Projekte auf die Beine zu stellen oder auch einfach nur einen Ansprechpartner für aktuelle europäische Themen und Debatten im jeweiligen Land zu haben. In unserem Fall fiel die Wahl auf die JEF Kosovo, eine kleine JEF-Sektion im jüngsten Land Europas.

In einer Münsteraner Kneipe voller motivierter JEFerInnen kam 2014 das erste Mal die Idee auf, einen Austausch mit der JEF Kosovo zu organisieren. Ein erster Kontakt wurde hergestellt. Vier Jahre später blicken wir auf eine spannende Reise nach Pristina und einen erlebnisreichen Besuch der JEF Kosovo in NRW zurück. Nachdem eine Gruppe unserer Mitglieder im Oktober 2016 (lest hier die Reiseberichte) in Pristina, Mitrovica und Prizren Land und Leute kennenlernen durfte, und mit verschiedenen Experten, NGOs und Politikern des Landes über Kosovos Geschichte und Zukunft in Europa diskutierte und lernte, waren wir im Mai 2018 die Gastgeber. Das Projektteam gestaltete eine Agenda vollgepackt mit Themen, die junge Menschen in beiden Ländern beschäftigen und unsere Arbeit als JEF beeinflussen.

Buntes Düsseldorf – Migration in Europa und nach Deutschland

Nach einem ersten Kennenlernen und einer Präsentation der wichtigsten Fakten und Neuigkeiten zum Kosovo in der Jugendherberge Düsseldorf stiegen die TeilnehmerInnen in eines der Hauptthemen unserer Projektwoche ein und erkundeten, wo und wie Einwanderung nach Deutschland seine Spuren in Düsseldorfer Bezirken hinterlassen hat. Darauf folgte ein Faktencheck mit Migrationsexpertin und Grünen-Politikerin Gönül Eglence. Gemeinsam diskutierten wir die wichtigsten Migrationsbewegungen in Europa, in der Region des Westbalkans und die Entwicklungen seit dem Zustrom tausender Geflüchteter nach Deutschland. Dabei erinnerten sich viele unserer kosovarischer TeilnehmerInnen an ihre eigene Fluchtgeschichte und den Aufenthalt in Deutschland während des Kosovokriegs 1999 und teilten ihre Erfahrungen mit der Gruppe.

Kosovo & die EU – wie geht es weiter?

Die Beziehungen Deutschlands zum Kosovo standen im Mittelpunkt des Treffens mit dem Bundestagsabgeordneten Peter Beyer, den wir auf Einladung des Düsseldorfer EUD-Vorsitzenden Stefan Engstfeld im nordrhein-westfälischen Landtag treffen durften. Als Mitglied des Auswärtigen Ausschusses und Berichterstatter seiner Fraktion für die Länder des Westbalkans schilderte Herr Beyer uns, wie schwierig es das Thema EU-Erweiterung in der Öffentlichkeit und innerhalb der politischen Kräfte und der politischen Führung Deutschlands habe. Es sei ein „sehr unpopuläres Thema“. Die Zusammenarbeit mit den Staaten des westlichen Balkan, der Dialog und die Unterstützung Kosovos durch die EU und Deutschland sei unumgänglich. Jedoch müsse Politik und Zivilgesellschaft im Kosovo in Themen wie Migration, Jugendarbeitslosigkeit Korruptionsbekämpfung und Demokratisierung eigenständig voranschreiten und Fortschritte zeigen.

Wie lange braucht es bis ein Land EU-Mitglied wird? Inwiefern dieser Prozess auch von politischem Momentum abhängt und welche Kriterien erfüllt werden müssen erklärten uns Martin Mödder und Andreas Christ in der Universität Düsseldorf. Von der Lage in der der Türkei bis über Korruption als Integrationshindernis: trotz der heißen Temperaturen an diesem Nachmittag beteiligten sich die JEFerInnen mit großem Interesse an diesem Workshop.

JEF-Akademie und Grillen in Münster

Nach unserer Reise nach Münster und einem ersten Abend am Aasee führte die JEF Münster die Gruppe durch die Stadt und vorbei an ihren schönsten Plätzen, bevor wir uns am Nachmittag auf Besuch des JEF-Europa Sekretariats freuen konnten. Sonja Afanasjeva, Policy Officer bei JEF Europa, führte mit uns einen Workshop zum Thema Populismus und seine Auswirkungen auf NGO-Arbeit durch. Dabei arbeiteten die JEFerInnen an konkreten Fallbeispielen und suchten nach Lösungen, wie zivilgesellschaftliche Organisationen auf Angriffe und Fake News von populistischen Kräften reagieren können. Wir teilten außerdem unsere Meinungen und Erfahrungen mit der AfD und der linksnationalen Partei Vetervendosje in Kosovo.

Nach einem langen Tag mit vielen politischen Debatten ließen wir die Politik beiseite und genossen am Abend das wunderbare Wetter am Aasee.

Kulturaustausch von Kosovo nach NRW

Wieder zurück in Düsseldorf trafen wir Tobias Flessenkemper, ehemaliger JEFer und aktuell Büroleiter der Vertretung des Europarates in Belgrad. Tobias, ein wahrer Experte der Region, schilderte uns seine Perspektive auf die aktuelle Situation des Kosovo und teilte seine Sicht auf die Chancen der EU-Integration.

Abends ließen wir unser Programm mit einem Gespräch über Integration und Kulturaustausch mit Ali Salihu, Vorsitzender des Vereins Uracult e.V. ausklingen. Der Kölner Verein hat sich zum Ziel gemacht, die Kultur aus den Ländern des Balkans nach Nordrhein-Westphalen zu bringen – mit Konzerten, Lesungen und Ausstellungen. Ein tolles Beispiel für Integration über Kultur und die Wertschätzung der Verbindung von alter und neuer Heimat. Unsere kosovarischen Gäste waren vor allem interessiert an der persönlichen Geschichte Alis, und wie er sich in Deutschland ein neues Zuhause geschaffen hat. Beeindruckt hat uns auch sein Wunsch, durch seine ehrenamtliche Arbeit ein positiveres Bild der Region in Deutschland zu schaffen, Stereotype abzubauen und Begeisterung für die Kunst und Kultur auf beiden Seiten zu fördern.

Einen letzten Abend, eine Feedback-Runde am Montag und ein langes Abschiednehmen später war unsere gemeinsame Zeit schon vorbei. Die KosovarInnen erkundeten noch die Düsseldorfer Innenstadt und der Rest verteilte sich wieder in alle Richtungen, nach Köln, Maastricht, Brüssel oder Bochum.

Wir haben gezeigt: gemeinsam verbindet uns sehr viel.

Danke, oder auf Albanisch: Faleminderit, an das Team Leutrim, Mirgeta, Hannah, Sonja, Jette, Maike und viele mehr für euren Einsatz!

Auf weitere erfolgreiche und spannende und vor allem föderalistische Begegnungen, europaweit.